Der Münchner Automobilkonzern BMW hat wegen der schwachen Konjunktur in den USA im ersten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht.

Trotz eines Absatzrekords von Januar bis März fiel der Quartalsüberschuss um 17 Prozent auf 487 Millionen Euro, wie der Autokonzern am Dienstag in München mitteilte.

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Wegen der Finanzmarktkrise seien die Gebrauchtwagenpreise in den USA gesunken, außerdem sei mit steigenden Ausfällen bei Autokrediten zu rechnen.

Jahrprognose bleibt unverändert

BMW stellte deshalb 236 Millionen Euro als Risikovorsorge zurück. Die Summe solle für das gesamte Jahr ausreichen.

"Wir streben im laufenden Jahr unverändert ein Konzernergebnis vor Steuern über dem Wert des Vorjahres an - bereinigt um den Sondereffekt aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe im Jahr 2007", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer.

Der Absatz legte im ersten Quartal um 2,6 Prozent auf 293.550 verkaufte Auto zu. Der Umsatz kletterte um 11,2 Prozent auf 13,285 Milliarden Euro. Dagegen sank das operative Ergebnis (Ebit) um 9,3 Prozent auf 827 Millionen Euro.

Weitere Stellenstreichungen schließt BMW im Moment aus. "Über den kommunizierten Stellenabbau hinaus gibt es derzeit keine konkreten Pläne und schon gar keine Beschlüsse", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer.

BMW hatte Ende Februar angekündigt, insgesamt 8100 Arbeitsplätze zu streichen, und weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen, wenn der Dollar nachhaltig schwach bleibt.

Finanzvorstand Michael Ganal erläuterte, der Personalabbau werde BMW in diesem Jahr einen "dreistelligen Millionenbetrag im unteren Bereich" kosten. Der Autobauer setzt auf Abfindungen, natürliche Fluktuation und Altersteilzeit, weil festangestellte Beschäftigte eine Jobgarantie bis Ende 2013 haben.

Wie viele Mitarbeiter das Unternehmen bereits verlassen hätten, sagte er nicht. Eine kürzlich in den Medien zitierte Analyse einer Unternehmensberatung, wonach bei BMW jede fünfte Stelle in der Verwaltung überflüssig sei, wollte Reithofer nicht kommentieren.

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(sueddeutsche.de/hgn/tob)