Krise des Autobauers Opel schließt Werk Bochum komplett

Zumindest das Zentrallager sollte in Bochum bleiben: Jetzt hat Autobauer Opel bestätigt, dass sich der Konzern bis Ende 2014 komplett aus Bochum zurückziehen wird. Davon sind nun auch die 420 Mitarbeiter des Lagers für Einzelteile betroffen.

Opel will Ende kommenden Jahres sein Werk in Bochum komplett schließen. Mit dem Ende der Autoproduktion werde dann auch das Zentrallager aufgegeben, bestätigte ein Bochumer Opel-Sprecher. In dem Warenverteilzentrum seien rund 420 Mitarbeiter beschäftigt. Von dem Lager aus werden Händler in ganz Europa mit Ersatzteilen beliefert.

Das Aus für das Lager sei Folge des Neins der Bochumer Beschäftigten zum Sanierungsplan, sagte der Sprecher. Der von den Mitarbeitern im März abgelehnte Tarifvertrag sah neben der Autoproduktion bis Ende 2016 vor, dass das Logistikzentrum ausgebaut werde.

Opel hat in Bochum drei Standorte. In Werk I werden Fahrzeuge gebaut, in Werk II Getriebe gefertigt, die auch an andere Opel-Fabriken gehen. Dort sind noch etwa 3200 Menschen beschäftigt. Das Lager in Werk III ist nach Angaben des Sprechers ausgelagert und wird seit 2006 von Opel mit einem Partnerunternehmen betrieben.