Desaster für die angeschlagenen US-Autohersteller: Das 14-Milliarden-Dollar-Hilfspaket ist im Senat geplatzt - die Zukunft von GM, Chrysler und Ford damit ungewiss. Vor allem die Gewerkschaften stellten sich quer.
Nach elfstündigem Verhandlungsmarathon ist der 14 Milliarden Dollar (10,8 Milliarden Euro) schwere Rettungsplan für die amerikanische Autoindustrie im US-Senat gescheitert. "Es ist aus damit", sagte der Mehrheitsführer der Demokraten, Harry Reid, am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington. Damit ist das Schicksal der vom Bankrott bedrohten Branchenriesen General Motors (GM) und Chrysler ungewiss.
Fahrzeuge auf Halde: Die US-Autohersteller haben trotz steigender Energiepreise Spritschlucker produziert - und werden sie nun nicht los. (© Foto: AFP)
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Die Einigung im Senat scheiterte vor allem an der Weigerung der Gewerkschaften, die von den Republikanern geforderten tiefgreifenden Lohnkürzungen zu akzeptieren. Damit sollten die Lohnkosten auf das Niveau der japanischen Anbieter in den USA gesenkt werden. Die Auto-Gewerkschaften gelten in den USA als besonders stark.
Die Autokonzerne reagierten mit Bedauern auf die Entscheidung. "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass heute im Senat trotz beiderseitigen Bemühungen keine Einigung gefunden werden konnte", sagte GM-Sprecher Tony Cervone in einer ersten Reaktion. Der Opel-Mutterkonzern sowie Chrysler wollen nun alle Optionen prüfen, um ihr Überleben zu sichern.
Bis zur Zusammenkunft des neuen Senats im kommenden Jahr werde es "keine weiteren Arbeiten" an dem Rettungsplan geben, sagte Reid. Er schaue mit Angst auf die Kurse an der Wall Street am Freitag, sagte Reid nach dem Scheitern der Verhandlungen. "Das wird kein schöner Anblick."
Barack Obama warnte vergeblich
Zugleich warnte Reid vor den Auswirkungen der gescheiterten Einigung. Millionen Amerikaner - nicht nur die Autobauer - seien direkt betroffen. "Das wird ein schlimmes, schlimmes Weihnachten für viele Menschen", so Reid.
Vergeblich hatte auch der künftige Präsident Barack Obama die Senatoren aufgefordert, die US-Autohersteller zu retten. "Wir können nicht einfach danebenstehen und zuschauen, wie die Industrie zusammenbricht", sagte er.
Mit der geplanten Finanzhilfe sollte der Branche eine Atempause verschafft werden. Der 14-Milliarden-Dollar-Plan, der nur begrenzt den Forderungen der Auto-Unternehmen entsprach, war in tagelangen Verhandlungen zwischen den Demokraten und dem Weißen Haus entstanden.
Der Rettungsplan sah unter anderem vor, dass Präsident George W. Bush einen Beauftragten - einen sogenannten Auto-Zar - ernennt, der die vom Kongress verlangte Umstrukturierung und Sanierung der Unternehmen überwacht. Dieser Auto-Zar hätte die Autobauer notfalls auch in ein Insolvenzverfahren zwingen können.
Republikanische Senatoren hatten auch bemängeltet, dass der Auto-Zar nicht genügend Macht habe, um eine tiefgreifende Umstrukturierung durchzusetzen. Der größte Fehler des Plans sei, "dass er heute Steuergelder für Reformen von morgen kostet, die vielleicht kommen oder auch nicht", sagte der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell. Der Plan sichere auf lange Sicht nicht die Überlebensfähigkeit der Autounternehmen.
Das Repräsentantenhaus hatte die Gesetzesvorlage, die Notkredite für die Autobauer GM, Ford und Chrysler vorsieht, am Mittwoch mit 237 gegen 170 Stimmen verabschiedet.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP/Reuters/akh/ihe/mel)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
sich auf die Funktion zu konzentrieren -ein Vehikel für von "A nach B" - und sonst nix ( Potenzschleuder,Statussymbol,Verklärung zum Design-Kunstobjekt ? ? - wenig hilfreich ). Da scheint ein Umdenken in Gang zu kommen, wenn jetzt die Big SUV- Gelände-Rennwagen-Besitzer eher bemitleidet werden. Der Groschen fällt bekanntlich pfennigweise. Ist ja kein Sturzbomber !
Der Polo ist auch zu FETT.
wiegt auch 1100KG. Ist das zu hoch für Sie? Was nutzt ein sparsamer, effizienter Motor, wenn die Karre so verfettet ist, dass unter dem Strich seit über 20 Jahren kein nennenswerter Verbrauchrückgang zu verzeichnen ist?
Und kommen Sie mir jetzt bloss nicht mit Sicherheit: Sie sind Tchniker, bitte disqualifizieren Sie sich nicht. Sie wissen ebensogut wie ich, das realistisch eine Reduktion von aktuell 20-30% drin wäre. OHNE Sicherheitseinbußen.
Und "BlueMotion" kann ich nicht mehr hören... "Golf Pink Floyd" war schon schwachsinnig genug.
DW
Bitte, schaffen Sie die Wasserstofftechnologie. So viele Steam-Reformer für Erdgas incl. Wärmetauschern, wie dann benötigt werden kann meine Firma gar nicht auslegen und bauen.
Sorry, wenn Sie mit diesen Aussagen wie "Wasserstofftechnik so gut wie serienreif" in der Nähe einer Entwicklungsabteilung sind, dann misst man die Entfernung praktischerweise in Lichtjahren. Seit 1993 höre ich, dass es in 5 Jahren fertig sein soll. Jedes Jahr.
Wasserstoff als Brennstoff, das macht nur Sinn wenn das aus den Steam-Reformern zur Wasserstofferzeugung entweichende CO2 sequestiert wird. Ohne dieses ist es eine verlustbehaftete Transformation eines Brennstoffs in einen anderen ohne Sinn und Verstand. Besser wird es, wenn beim endothermen Steam Reforming die Kernwärme eines Hochtemperaturreaktors eingesetzt wird. Flüssigwasserstoff? Bestenfalls für Busse und LKW. Metallhydridspeicher? Schwer und noch lange nicht serienreif. Gasförmig? Speicherdichte lausig. PEM Fuel Cell? Unbezahlbar, von den verfügbaren Platin-Mengen ganz zu schweigen.
Träumen Sie weiter. Oder lesen Sie statt dieses Forums den Ullmann wenn Sie was über die Wasserstofferzeugung lernen wollen.
Über den Smart wird gelacht, weil er gemessen an seiner Größe und seinen Einschränkungen (2 Passagiere, kein Kofferraum) viel zu viel verbraucht. Absoluter Verbrauch: diskutabel, relativ: indiskutabel.
Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, Japans Autoindustrie mache alles richtig - aber immerhin hat man da die Umweltverträglichkeit als starkes Verkaufsargument sehr viel früher erkannt und beherzt unterstützt.
Polo BlueMotion: Es tut mir leid, 4l Diesel sind nicht beeindruckend. Das ist gerade mal ein halber Liter weniger als der normale Diesel-Polo verbraucht, also ca. 10% Verbrauchssenkung. Da muß mehr drin sein, und das wird VW mit geringfügigen Optimierungen ihrer bestehenden Technik nicht schaffen.
Ich wünsche mir einen mutigen Konzern, der offensiv und radikal eine Kehrtwende zu betont vernünftigen Autos vollzieht, und auch die Werbung entsprechend gestaltet: Kein Luxus, kein Schnickschnack, Reduktion auf Mobilität in ihrer ursprünglichen Form - aber mit der Verlockung, so günstig zu reisen wie noch nie, und mit einem guten Gewissen dazu.
... ich sehe nur was in den Forschungsabteilungen steht und ich wiederhole weil sie das Wort Qualität benützt haben. Auch das ist ein Teil der Technik der beherrscht werden muss neben den vielen anderen Dingen von denen ich geschrieben habe. Billig wollte man übrigens überall.
"Wenn ich mir die aktuellen Modelle so ansehe, diese auseinanderquellenden, verfetteten, übergewichtigen und komplizierten Vehikel"
Warum schauen Sie nur die großen fetten Modelle an? Über den Smart wird hier gelacht. Der ist zu klein. Der Polo wird gar nicht wahrgenommen ... Sorry Sie sind genau das Abbild des Verbrauchers der sich nicht wirklich ansieht was es schon gibt sondern meint die Automobilhersteller würden alles regeln. Näh. Hier genau an dieser Stelle fängt die Verantwortung der Verbraucher an die nämlich nicht den BlueMotion sondern den Touareg daneben kaufen.
Paging