Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat die geplante Umbenennung des Konzerns in Daimler verteidigt - und macht den Traditionalisten ein Geschenk.

Das Unternehmen wolle zwischen der Konzernmarke und den Produktmarken "sauber unterscheiden", sagte Zetsche am Donnerstag auf der außerordentlichen Hauptversammlung vor rund 7000 Aktionären in Berlin.

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Gleichzeitig mit der Umbenennung des Konzerns solle daher etwa der Auftritt der Marke Mercedes-Benz gegenüber den Kunden verstärkt werden.

Kritiker des Namenswechsels hatten gefordert, nach dem Verkauf der Mehrheitsanteile am US-Autobauer Chrysler wieder zum alten Namen Daimler-Benz zurückzukehren. Sie argumentieren, damit werde auch Firmengründer Carl Benz wieder Rechnung getragen.

Daimler steht für das große Ganze

Zetsche sagte, mit dem neuen Namen mache der Konzern deutlich, "wir sind ein anderes Unternehmen, als wir es früher waren." So sei Daimler-Chrysler heute wesentlich internationaler aufgestellt als vor der Fusion mit Chrysler im Jahr 1998.

Als Zugeständnis an die Traditionalisten sollen die bisherigen Daimler-Werke in Mercedes-Benz-Werke umbenannt werden.

Ändern werden sich auch die Namen der einzelnen Geschäftsbereiche: So soll die Pkw-Sparte künftig "Mercedes-Benz Cars", die Lkw-Sparte "Daimler Trucks" und die Bus-Sparte "Daimler Buses" heißen.

Überall dort, wo der Konzern als Ganzes auftrete, wolle das Unternehmen konsequent als Daimler auftreten, erklärte Zetsche. Wenn es um Produkte einer Marke geht, werde der entsprechende Markenname verwendet.

Neun Jahre nach der "Hochzeit im Himmel" zwischen Daimler und Chrysler hatten die beiden Partner im Mai einen Schlussstrich unter ihre zerrüttete Beziehung gezogen.

Der Autokonzern verkaufte gut 80 Prozent an Chrysler an den Finanzinvestor Cerberus. Konzernchef Dieter Zetsche, der die US-Sparte einst geführt und saniert hatte, will mit dem neuen Namen nun ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufschlagen.

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(sueddeutsche.de/AFP/AP)