Die Abwrackprämie wird aufgestockt. 3,5 Milliarden Euro gibt die Regierung zusätzlich in den Fördertopf - Opposition und Wirtschaftsxperten sind entsetzt.
Die Mittel werden aufgestockt, die Höhe des Betrages bleibt unangetastet - erst einmal geht bei der Abwrackprämie alles so weiter wie gehabt. Zusätzliche 3,5 Milliarden Euro stellt die Regierung zur Verfügung, danach ist Schluss mit dem Geld vom Staat. Das Kabinett hat die Regelung am Mittwochvormittag beschlossen.
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Die Abwrackprämie ist nach Auffassung der FDP ein teures Wahlkampfinstrument. (© Foto: AP)
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Die Aufstockung des Fördertopfes sorgt jedoch nicht nur für lachende Gesichter. Vor allem unter Oppositionspolitikern und Wirtschaftsfachleuten regt sich Ärger.
Der FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms sagte im Deutschlandradio Kultur, das Beste wäre gewesen, man hätte die Abwrackprämie auslaufen lassen, wie es von Anfang an zugesagt worden sei. Zwar habe die Abwrackprämie zu einer gewissen Belebung im Autohandel geführt, aber sie werde anschließend zu einem Einbruch des Automobilmarktes führen. "Das erweckt den Eindruck, dass es ein teures Wahlkampfinstrument ist", sagte Solms. Er warf der Bundesregierung Planlosigkeit vor.
Auch die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, hat die Aufstockung kritisiert. Diese Regelung sei von Anfang an "Murks" gewesen, sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Das wird noch ein ganz trauriges Erwachen geben." Die Prämie löse ausschließlich Mitnahmeeffekte aus. "Wer jetzt einen Neuwagen kauft, wird sich nächstes und übernächstes Jahr - wenn neue, umweltfreundlichere Modelle auf den Markt kommen - nämlich keinen kaufen", sagte Künast. Daher werde es einen "rapiden Einbruch bei den Verkaufszahlen" geben.
Warten auf den Katzenjammer
Widerstand gegen die Prämie regt sich auch in Expertenkreisen. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, lässt kein gutes Haar an der Aufstockung. "Man sollte diese Subventioniererei seinlassen", sagte Franz am Mittwoch im ZDF. "Das ist im Prinzip eine Subvention einer bestimmten Branche, und Subventionen haben nun mal die Eigenschaft, dass sie wettbewerbsverzerrend wirken". Andere Branchen und Teile der Autobranche, wie die Kfz-Werkstätten, zahlten die Zeche. Zudem drohten den Bürgern als Folge dieser Aufstockung entweder höhere Schulden des Staates oder höhere Steuern. Wolle man keine neuen Schulden, wofür er sei, "geht das nur über Steuererhöhungen".
"Nichts geht an der Tatsache vorbei, dass irgendjemand dafür bezahlen muss", sagte Franz. Insgesamt halte er jedenfalls "relativ wenig" von diesen Plänen. Die Abwrackprämie, die man nun bis zu einer Gesamtsumme von fünf Milliarden Euro zahlen wolle, löse in erster Linie ein konjunkturelles Strohfeuer aus. Nach dem Auslaufen der Wirkung dieser Maßnahme werde der Katzenjammer aber kommen.
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) begrüßt dagegen die Aufstockung des Budgets auf fünf Milliarden Euro. "Ich wollte unbedingt eine Grenze, damit keine Dauersubvention entsteht", sagte Kauder der Süddeutschen Zeitung. "Das ist erreicht, dafür trage ich die fünf Milliarden mit."
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(sueddeutsche.de/AFP/Reuters/dpa/tob/pak)
2 Millionen neue Autobesitzer, mit je 2500 zu Lasten der Steuerzahler und nachfolgender Generationen beglückt, werden den Stimmzettel schon richtig ankreuzen - und die Wahl im Sinne der Erfinder entscheiden!
Allerdings werden sie sich anschließend wundern: noch höhere Steuern, mehr Inflation und weniger Einkommen bei noch unsichereren Arbeitsplätzen.
Das gut durchschaubare Kapitel "Abwrackprämie" (alias Umweltprämie, huhuhu) sollte jedem und jeder in diesem Lande deutlich machen, zu welchem Schwachsinn die Damen und Herren in der Lage sind, die unser Land regieren und wieder regieren wollen.
Man muss nicht erwarten oder hoffen, dass es in anderen Entscheidungsfeldern besser aussieht. Erbärmlich!
die gönne ich jedem, der sie in Anspruch nehmen will - was mich aufregt, ist der Zwang zur Verschrottung von Fahrzeugen, die noch fahrbereit und verkehrstüchtig sind und nicht selten auch noch ordentlich aussehen und auch den Leuten noch automobile Mobiltät ermöglichen, die nur sehr wenig Geld (weniger als 2.500 ) für ein gebrauchtes Fahrzeug aufbringen können. Es ist doch logisch, dass Fahrzeuge, die auf dem Kfz-Markt vielleicht noch 1.500 einbringen unter solchen Umständen lieber zum Schrotthändler gebracht werden.
Oder soll diese "Umweltprämie" auf die Weise wirken, dass Leute, die nicht mindestens 2.500 für ein Fahrzeug ausgeben können, zwangsweise auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen? Wenn das so ist, soll man doch bitte gleich ein Klassenfahrrecht einführen.
Die Regierung hat ein vollkommen neues Instrument erfunden und sich bereits patentieren lassen. Das Instrument heißt Ultimative Grenzziehung Mit diesem sagenhaften Instrument wurde bereits die Abwrackprämie erfolgreich gestaltet. Wir wollen unbedingt eine Grenze, damit keine Dauersubvention entsteht". Die gesamte Krise will die Merkel-Regierung nun mit diesem Instrument auf einem Schlag lösen. Die Neuverschuldung soll dieses Jahr auf 1,5 Billionen, aber ultimativ, hochgefahren werden und somit die Gesamtverschuldung verdoppeln. Wir brauchen unbedingt eine Grenze, damit keine Dauerschulden entstehen" so die grandiose Einsicht.
Dank an die Regierung, wir sind schuldenfrei und gerettet.
der Rest schäumt vor Wut und schreit Steuergeldverschwendung.
Nun ja, der Staat knöpft uns jedes Jahr knapp 500 Mrd. Euro Bundes-, Landes- und Gemeindesteuern ab. Und 5 Mrd. gehen jetzt für eine deutsche Schlüsselindustrie drauf. Ich finde, es gibt schlimmere Verschwendung.
Der Verteidigungsminister leistet sich für 15 Mrd. Euro Eurofighter, obwol die Wahrscheinlichkeit eines Luftkampfes über Deutschland geringer als ein 6er im Lotto ist. Oder der Finanzminister stopfte 8,5 Mrd. Euro in die IKB, um sie danach für 150 Millionen an die Heuschrecke Lone-Star zu verscherbeln.
Bei der Abwrackprämie werden vielleicht Arbeitsplätze gerettet, beim Eurofighter vielleicht auch, aber bei der IKB wurde nur verbrannt und auch bei der HRE, den Landesbanken und und und
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