Drei Viertel der Gläubiger haben das Umschuldungsprogramm des Landes akzeptiert. Im Gegenzug für den Verzicht auf den Großteil der Forderungen will Argentinien die Schuldenzahlungen nun wieder aufnehmen.
Ungeachtet der massiven Werteinbußen haben mehr als drei Viertel aller Besitzer argentinischer Staatsanleihen in das umstrittene Umschuldungsangebot des südamerikanischen Landes eingewilligt.
Argentiniens Wirtschaftskrise führte 2001 nicht nur zum Staatsbankrott, sondern vergrößerte auch die Armut im Land - hier eine Suppenküche in Buenos Aires. (© Foto: Reuters)
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76,07 Prozent der Bond-Halter hätten dem Umtausch zugestimmt, sagte Wirtschaftsminister Roberto Lavagna am Donnerstag (Ortszeit) in Buenos Aires.
Nach Angaben von Regierungsmitarbeitern konnte Argentinien seine Staatsschulden damit von 191 Milliarden Dollar (rund 145,3 Milliarden Euro) auf 125 Milliarden Dollar reduzieren.
Wiederaufnahme der Schuldenzahlungen
Die Zahlen zeigten, dass das Umschuldungsprogramm seiner Regierung vom Markt akzeptiert worden sei, sagte Präsident Nestor Kirchner.
Argentinien hatte angesichts der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte am 23. Dezember 2001 den Staatsbankrott erklärt und die Schuldentilgung ausgesetzt.
Es war der größte Zahlungsausfall eines Staates in der neueren Geschichte. Nach schwierigen Verhandlungen konnte das Land seine Privatgläubiger von der Umschuldung überzeugen.
Dabei werden alte Anleihen durch neue mit geringerem Wert und niedrigeren Zinszahlungen sowie längeren Laufzeiten ersetzt. Anleger verlieren dabei rund 75 Prozent ihrer Ansprüche. Die Frist für die Annahme des Umtauschangebots war am Freitag vergangener Woche abgelaufen. Anfang des Monats kündigte Argentinien nach mehr als drei Jahren die Wiederaufnahme seiner Schuldenzahlungen an.
(sueddeutsche.de/AFP)
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