1200 Arbeitsplätze in Gefahr US-Konzern First Solar gibt deutsches Werk auf

Strahlende Ergebnisse sind in der Solarbranche Vergangenheit. Die Krise fordert die nächsten Opfer, nun beim US-Konzern First Solar. Im Werk in Frankfurt an der Oder soll das Licht ausgehen - 1200 Menschen könnten ihren Job verlieren.

Die Krise der Solarenergie könnte in Deutschland auf einen Schlag 1200 Arbeitsplätze kosten: Der US-Konzern First Solar gibt seinen Standort in Frankfurt/Oder auf.

Wie der größte amerikanische Solarmodulbauer am Dienstag mitteilte, soll der Betrieb dort im vierten Quartal eingestellt werden. Insgesamt will First Solar weltweit 2000 Stellen streichen und jährlich 100 bis 120 Millionen Euro einsparen. Die deutsche First-Solar-Tochter hatte erst im Herbst vergangenen Jahres ein zweites Werk in Frankfurt/Oder in Betrieb genommen. Für die 1200 Mitarbeiter wurde im Februar bereits Kurzarbeit beantragt. Zudem wird der Vertriebsstandort Mainz nach Angaben eines First-Solar-Sprechers deutlich verkleinert.

First Solar leidet wie alle in der Branche unter dem Preisverfall infolge von Überkapazitäten. Erschwerend kommen massive Förderkürzungen in Deutschland aber auch anderen wichtigen europäischen Märkten hinzu. Verluste und Pleiten prägen derzeit die einst vielversprechende Branche.

"Der europäische Solarmarkt ist zum jetzigen Zeitpunkt ohne Förderung größtenteils wirtschaftlich nicht überlebensfähig", sagte der Geschäftsführer der First Solar GmbH, Christopher Burghardt. Die Kürzungen hätten "dramatische Auswirkungen auf die Nachfrage".

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