Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr enorm erholt - doch beim Vergleich mit unseren Nachbarn fällt auf: Es besteht noch immer gewaltiger Nachholbedarf.
Deutschland ist von Arbeitsmarkt-Vorbildern umgeben: Sechs von acht EU-Nachbarstaaten haben nach jüngsten Berechnungen des Europäischen Statistikamtes Eurostat niedrigere Arbeitslosenquoten als die Bundesrepublik. Frankreich verzeichnete nach Eurostat-Angaben vom Montag mit einer Quote von 7,9 Prozent im November das gleiche Niveau wie Deutschland, und Polen setzte seine beeindruckende Aufholjagd fort.
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Umzingelt von Arbeitsmarktmusterländern: Das einstige Vollbeschäftigungsland Deutschland. (© Foto: Google Earth)
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Zwar ging die Arbeitslosigkeit in Deutschland laut Eurostat deutlich zurück: von 9,2 Prozent im November 2006 auf 7,9 Prozent im November 2007.
Doch Polen kam den deutschen Zahlen immer näher. Dort sank die Quote binnen Jahresfrist von 12,2 Prozent auf 8,5 Prozent - der stärkste Rückgang aller 27 EU-Staaten.
Etwas langsamer als in Deutschland erholte sich der Arbeitsmarkt in Frankreich - dort hatte die Quote vor einem Jahr noch bei 8,9 Prozent gelegen.
Bis auf diese beiden Länder ist die Bundesrepublik allerdings von EU-Staaten mit deutlich niedrigeren Arbeitslosenquoten umgeben: Für die Niederlande errechnete Eurostat 2,9 Prozent, für Dänemark 3,2 Prozent, für Tschechien 4,8 Prozent, für Österreich 4,3 Prozent, für Luxemburg 4,9 Prozent und für Belgien 7,2 Prozent. Für die Länder der Eurozone gab Eurostat eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent an, für die gesamte EU von 6,9 Prozent. Das war weniger als vor einem Jahr, aber genausoviel wie im Oktober.
Die Eurostat-Zahlen können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Angaben der nationalen Arbeitsämter abweichen. Sie gelten aber als untereinander vergleichbar.
(dpa/woja/mah)
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wir einfach die Ösis kopieren. Irgendwas müssen die in den letzten 20 Jahren besser gemacht haben als wir und das bei einem vergleichbaren politischen Chaos an der Spitze.