Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar auf 5,048 Millionen gestiegen. Allerdings hatten Experten auf Grund des frostigen Wetters eine noch schlimmere Entwicklung prognostiziert.
Die unbereinigte Zahl der Arbeitslosen sei im Februar um 36.000 auf 5,048 Millionen gestiegen, gab die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg bekannt. Das seien 241.000 weniger gewesen als vor einem Jahr, hieß es. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 12,2 Prozent.
Schicksal Arbeitslosigkeit: Schattenriss einer Frau vor der Bundesagentur für Arbeit in Leizpig. (© Foto: dpa)
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Auf Grundlage der unbereinigten Zahlen hellte sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Februar sogar überraschend etwas auf.
Saisonbereinigt sei die Arbeitslosenzahl um 5.000 auf 4,695 Millionen gesunken, teilte die Bundesagentur mit.
Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 10.000 ab, im Osten stieg sie um 5.000. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg der Gesamtzahl um 17.500 gerechnet.
"Positives Signal"
Der leichte Rückgang der bereinigten Arbeitslosenzahl ist nach Einschätzung der Deutschen Bank ein positives Signal. "Das ist eine kleine positive Überraschung", sagte Volkswirt Stefan Bielmeier. Obwohl das Wetter relativ ungünstig gewesen sei, sei die Arbeitslosigkeit nicht weiter gestiegen. Auch der Abbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung scheine gestoppt.
Gleichwohl sei kein Durchstarten des Konsums auf Grund der Arbeitsmarktlage zu erwarten. Der Konsum dürfte getrieben von Vorzieheffekten der Mehrwertsteuererhöhung 2007 und der Fußballweltmeisterschaft 2006 um 1,1 Prozent wachsen. Die Arbeitsmarktlage unterstütze diese Entwicklung.
Optimismus
Auch der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, der jahreszeitlich übliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen ändere nichts an der optimistischen Grundeinschätzung der aktuellen Arbeitsmarktsituation. Insbesondere die Entwicklung der Beschäftigung und der offenen Stellen bleibe positiv.
Unbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen in Westdeutschland um 8.000 auf 3.370.000. Das waren 116.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland wurden im Februar 1.678.000 Arbeitslose gezählt; das waren 28.000 mehr als im Januar, aber 124.000 weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote lag im Westen unverändert bei 10,2 Prozent. Im Osten stieg sie um 0,3 Punkte auf 19,5 Prozent.
(sueddeutsche.de/dpa-AFX)
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