Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen im Juli leicht gestiegen ist: Seit der Wiedervereinigung haben nie so viele Deutsche einen Job gehabt wie heute.
Dank des Aufschwungs sind so viele Menschen in Lohn und Brot wie seit der Wiedervereinigung nicht. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland stieg von Mai auf Juni um 88.000 auf rund 39,7 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Als Gründe nannten die Statistiker die konjunkturelle Erholung und die milde Witterung.
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Zwar gab die Bundesagentur für Arbeit zeitgleich bekannt, die Zahl der Arbeitslosen sei im Juli erstmals seit Januar wieder leicht gestiegen. Demnach waren 3,715 Millionen Menschen als arbeitslos registriert - 28.000 mehr als im Juni.
Doch Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte, die günstige konjunkturelle Lage spiegle sich nach wie vor in den Daten vom Arbeitsmarkt wider. Die Arbeitslosenquote stieg auf Monatssicht um 0,1 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent.
Weise sagte, der Anstieg sei deutlich schwächer als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Zunahme sei jahreszeitlich bedingt. Sie beruhe vor allem darauf, dass sich in diesem Monat viele Jugendliche nach Abschluss der schulischen und betrieblichen Ausbildung arbeitslos meldeten.
Im Vergleich zum Vorjahres-Juli ging die Arbeitslosigkeit deutlich um 15 Prozent zurück. Die Quote betrug vor einem Jahr 10,2 Prozent.
Laut Statistischem Bundesamt besaßen im Juni so viele Menschen in Deutschland einen Job wie im November 2000. Damals wurde der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsplatz in Deutschland kletterte im Juni sogar auf den Rekordstand von 39,79 Millionen.
Die vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes beruhen auf dem international vergleichbarem Konzept der International Labour Organisation (ILO). Die Bundesagentur für Arbeit verwendet ein anderes statistisches Konzept.
(sueddeutsche.de/dpa/AP/Reuters)
"Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Mai auf Juni um 142.000 auf 39,79 Mio gestiegen."
Das heißt, dass momentan so viele Menschen Arbeit haben wie schon sehr lange nicht mehr. Das ist doch gut.
@J.W.P.: Wo kommen denn die 6.335.000 Mio Arbeitslose her?
"Der überwiegende Teil der arbeitsmarktpolitischen Instrumente des SGB III kann gemäß
§ 16 Abs. 1 SGB II auch für Arbeitslosengeld-II-Empfänger genutzt werden"
Deshalb ist das eine Milchmädchenrechnung einfach die Empfänger aus SGB II und SGB III zusammenzuzählen.
auf Seite 5/50 des offiziellen Berichts unter:
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf
Wir haben - und das ist ausgewiesener Fakt der Bundesagentur für Arbeit:
6.335.000 Mio Arbeitslose !!!!
zuzüglich 1.978.000 Mio Sozialgeldempfänger (Lohn zu niedrig-Zuschuß).
Lesen Sie's bitte nach - es steht dort schwarz auf weiß, nix 3,7 Mio !!!
Bei 42 Mio Erwerbsfähigen macht das für mich immer noch eine Arbeitslosenquote von
15 % !!!
42 Mio sind erwerbsfähig
22 Mio von diesen haben nur eine Vollzeitstelle
6,3..Mio sind arbeitslos
1,9..Mio beziehen auch Leistungen
der Rest (ca. 11,8 Mio) haben eine Teilzeitstelle oder einen Minijob.
Noch Fragen ???
Begründung für meine Annahme ist die offizielle Statistik der Bundesagentur für Arbeit, einzusehen auf deren Homepage.
Im übrigen ließe auch (m)eine gesunde Beobachtungsgabe des Geschehens, genaues Zuhören bei den Nachrichten und Zwischen-den-Zeilen-Hören/Lesen erkennen, daß es "nicht so rosig" ausschaut wie im obigen Artikel.
Critico, all Angaben sind öffentlich erhältlich.
Wie immer kann man diese Zahlen nicht ernst nehmen, denn die vielen Ein-Euro-Jobber zählen nicht mehr mit. Am Chiemsee arbeitet sogar einer als lebende Vogelscheuche. Kein Witz, denn er muss die Graugänse verjagen, damit diese nicht den Badestrand vollschei....
Ansonsten:
Die Arbeitslosigkeit ist zwar real gesteiegn, aber saisonbereinigt gesunken, oder anders ausgedrückt:
Im Durchschnitt ist der Dorfteich einen Meter tief, aber trotzdem ist die Kuh ersoffen.
Nach der ILO Definition von Arbeitslosigkeit genügt es, wenn jemand eine Stunde im Monat arbeitet, damit er nicht als arbeitslos gilt.
Klar, daß da die Statistik des statistischen Bundesamtes immer besser aussehen muß, da Arbeitslose in Zeiten von Harz IV auch gerne nur für wenige Stunden eine Arbeit aufnehmen um ihre knappe Kasse wenigstens ein wenig aufzubessern. Ich warte nur noch darauf, daß die ILO-Definition künftig die Zahlen der Agentur ablösen, das könnten unserer Politiker doch dann als ganz tollen Erfolg verkaufen.
Vielleicht könnte auch eine differenziertere Wortwahl helfen Mißverständnisse zu vermeiden.
Definition der Arbeitslosigkeit
ILO: völlig Arbeitslos und Arbeit suchend
BA: registrierte Arbeitslose ohne regulären Arbeitsplatz (bis 15h/Woche) - auch diese Zahl ist nur bedingt aussagekräftig, da z.B. 1Jobber und Arbeitslose in Fortbildung, und Frühverrentete nicht gezählt werden wie auch die stille Reserve nicht registrierter Arbeit suchender
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