Arbeitsmarkt in Deutschland Zahl der Erwerbstätigen steigt auf Rekordhoch

  • Im Jahr 2014 gab es durchschnittlich 42,6 Millionen Erwerbstätige. Das hat das Statistische Bundesamt errechnet. Das ist ein Rekordwert.
  • Ursache war den Statistikern zufolge auch die gestiegene Zahl der Zuwanderer.
  • Die Arbeitslosenquote sank von 4,9 auf 4,7 Prozent.

Höheres Plus als 2013

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist 2014 das achte Jahr in Folge auf einen Rekordwert gestiegen. Im Schnitt hatten 42,6 Millionen Männer und Frauen eine Arbeitsstelle, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 372.000 oder 0,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2013 war das Plus mit 247.000 geringer ausgefallen.

"Die Nettozuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine insgesamt gestiegene Erwerbsneigung dürften diese Entwicklung weiterhin begünstigt haben", erklärten die Statistiker.

Warum die Statistik mit Vorsicht zu genießen ist

Die neuen Rekordwerte könnten jedoch täuschen. So ist die Zahl der in Vollzeit Beschäftigten in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Die Zahl der in Teilzeit Arbeitenden ist dagegen stark gestiegen. In den jüngsten Rekordzahlen dürften daher viele Menschen mehrfach auftauchen, die ihr Einkommen aus verschiedenen Teilzeitjobs beziehen.

Niedrigere Arbeitslosenzahlen

Die Zahl der Erwerbslosen sank den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent auf 2,1 Millionen Menschen. Die Erwerbslosenquote fiel von 4,9 auf 4,7 Prozent. "Deutschland ist damit nach wie vor weniger von Erwerbslosigkeit betroffen als alle anderen EU-Mitgliedstaaten", erklärte das Statistische Bundesamt.

Zuwächse in allen Branchen

In fast allen Wirtschaftsbereichen hat die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr demnach zugelegt. In den Dienstleistungsbereichen wuchs die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Jahresschnitt um 324 000 Personen (+ 1,0 Prozent). Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 20 000 Personen (0,2 Prozent) und im Baugewerbe um durchschnittlich 17 000 Personen (0,7 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt um 10 000 Personen (1,5 Prozent).