Die Erholung des deutschen Arbeitsmarktes hat im Mai zwar an Tempo verloren. Doch die Zahl der Arbeitslosen fällt erstmals seit November 2010 unter die Marke von drei Millionen. Experten halten Jubelmeldungen aber für verfehlt.
Eine Ziffer mit Signalwirkung: Die Arbeitslosenzahl ist im Mai erstmals seit sieben Monaten wieder unter die Drei-Millionen-Marke gerutscht. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte, waren 2,960 Millionen Menschen arbeitslos, das waren 118.000 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,3 Punkte auf 7,0 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 7,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Mai 276.000 Arbeitslose weniger registriert.
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Mai: – Arbeitslosenzahl unter 3 Millionen (© reuters)
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BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: "Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind gestiegen." Der Arbeitsmarkt profitiere vom stabilen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwäche sich zwar leicht ab, liege aber weiter auf hohem Niveau, sagte Weise weiter.
Allerdings bestehen Zweifel, ob die amtlichen Zahlen tatsächlich die Lage am Arbeitsmarkt realistisch widerspiegeln: "Offiziell wird von weniger als drei Millionen Arbeitslosen gesprochen, doch tatsächlich sind vier oder fünf Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos", sagte Gerd Bosbach, Professor für Mathematik und Statistik an der Fachhochschule Koblenz, zu sueddeutsche.de.
Denn Arbeitslose, die beispielsweise krank oder bei privaten Arbeitsvermittlern gemeldet seien, fänden ebenso wenig Eingang in die reguläre Statistik wie viele Erwerbslose über 58 Jahren oder Menschen, die sich in Schulungsmaßnahmen befänden.
Geschönte Zahlen
Weil über die Jahre die Zahl solcher Ausnahmen zugenommen habe, seien die Arbeitslosenzahlen zudem immer weniger vergleichbar, so Bosbach. "Die Regel, dass Arbeitslose, die von privaten Vermittlern betreut werden, bei den offiziellen Zahlen nicht mehr berücksichtigt werden, gibt es jetzt seit knapp zwei Jahren. Die heutige Arbeitslosenzahl ist gegenüber der Zahlen von vor zwei Jahren also geschönt."
Auch den offiziellen Angaben zufolge fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai etwas geringer aus als üblich. "Das dürfte daran liegen, dass ein Großteil der Frühjahrsbelebung aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der milden Witterung schon früher realisiert wurde", teilte die BA mit. Und die Behörde erkennt neben dem Konjunkturaufschwung auch andere - weniger vorteilhafte - Gründe für die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. So sei die Alterung der Gesellschaft von Vorteil für den Arbeitsmarkt, weil "ein seit mehreren Jahren rückläufiges Arbeitskräfteangebot" entlastend wirke.
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Von den offenen 398.000 Stellen ist ein Großteil schon besetzt, aber nur noch nicht als besetzt gemeldet. Ein Teil der Stellenangebote dient der Imagepflege der Arbeitgeber und existiert eigentlich gar nicht. Ein weiterer Teil der Arbeitgeber sucht ohne konkrete offene Stellen, um eigene Arbeitnehmer bei Gelegenheit durch bessere oder billigere Arbeitnehmer zu ersetzen. Den größten Teil der Stellenangebote machen Zeitarbeitsfirmen aus, die ohne konkrete Stellen auf Vorrat suchen. Und schließlich sind sehr viele offene Stellen durch die meisten Arbeitsuchenden überhaupt nicht besetzbar, weil sehr hohe und spezielle Qualifikationen gesucht werden.
Und bitte: Keine Wortmeldungen von Ingenieuren und ähnlichen, da mag es tatsächlich den einen oder anderen Bedarf geben, diese sind jedoch in ihrer Zahl NICHT FÜR DEN ARBEITSMARKT REPRÄSENTATIV, da der Anteil am Gros der Beschäftigten viel zu gering.
ich betone keinen in meinem gesamten beruflichen und privaten Umfeld (von der Putzfrau zum Hausmeister zum Universitätsprofessor, Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Vorstandsmitglieder etc.) der an diesen Unfug glaubt. Und hey, ich arbeite nicht bei der Linkspartei, sondern bei einem der größten institutionellen Anleger in Europa. Meine Kollegen sind mit absoluter Sicherheit nicht links (ich bin das weiße Schaf unter lauter schwarzen Schafen) und trotzdem glaubt keiner den Jubelmeldungen.
Hört endlich auch, unserer aller Intelligenz zu beileidigen!!!! Das hat schon in der DDR nicht geklappt!!!!
...die Zahlen sind zwar schon etwas älter, jedoch hat sich grundsätzlich nichts dramatisch ins bessere verändert:
In der Realität sieht die Zahl der inoffiziellen, amtlich erfaßten Arbeitslosen (und das Überangebot an Arbeitskräften) lt. Bundesagentur für Arbeit (aktuellster offizieller Monatsbericht, September 2010) wie folgt aus:
In Sperrzeiten gemäß §144 SGBIII (ALGI): 61.930 Menschen
Teilnehmer an „ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik“: 1.430.234 Menschen
1-€-Zwangsarbeit nach §16d SGB II: 324.238 Menschen
Arbeitslosengeld 1: 866.000 Menschen
Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV): 4.832.000 Menschen
(nicht in dieser Rechnung enthalten: Sozialgeldempfänger, u.a. Kinder und Jugendliche)
Das sind 7.514.402 Menschen.
Von dieser Statistik abzuziehen sind (je nach Ansicht) 1.396.000 Millionen zu Niedriglöhnen arbeitende ALG II-Bezieher („Aufstocker“), die durch den von den Argen mit verursachten Druck auf die Löhne weniger als ALG II. verdienen. 1,396 Mio. Menschen gingen also für so wenig Geld arbeiten, daß es finanziell keinen Sinn macht.
Die amtlich erfaßte Arbeitslosigkeit liegt somit lt. Bundesagentur bei mindestens 6.118.402 Menschen.
Hinzu kommen Arbeitsuchende/Erwerbsfähige, die keinen Anspruch auf Leistungen des SGB haben, z.B. mehrere Millionen (in keiner Statistik erfasste) erwerbsfähige Lebenspartner und Kinder, die mit über den ALG II-Sätzen verdienenden Erwerbstätigen zusammenleben.
Ebenfalls mitzählen müßte man mehrere Millionen in den Vorruhestand gedrängte Frührentner („58er-Regelung“ gemäß § 53a Abs. 2 SGB II.). Apropos Frührentner: Bei 64-jährigen Männern liegt die Arbeitslosenquote bei 95%, bei 64-jährigen Frauen bei 97%. (mehr)
Wir haben also in Deutschland definitiv (und zu ca. 60% von der Bundesagentur für Arbeit erfasst) nicht die von der Regierung propagierten 3 Mio. Arbeitslosen, sondern über 10 Mio. Arbeitslose sowie zuletzt 874.346 Kurzarbeiter.
Dem standen lt. Bundesagentur für Arbeit im September 398.000 offene Stellen gegenüber.
Auf 1 offene Stelle kamen im September 2010 also mindestens 25 erwerbsfähige Arbeitslose.
Von den offenen 398.000 Stellen ist ein Großteil schon besetzt, aber nur noch nicht als besetzt gemeldet. Ein Teil der Stellenangebote dient der Imagepflege der Arbeitgeber und existiert eigentlich gar nicht. Den größten Teil der Stellenangebote machen Zeitarbeitsfirmen aus, die ohne konkrete Stellen a
Toll!!!! Danke an die Politik!!! Danke, Danke Angie!!!! Die wöchentliche Schokoladenration wird von 30 Gramm auf 20 Gramm erhöht!!! Cool!!!!
Das Glück ist ja, dass wir nur noch knapp drei Millionen Arbeitlose haben. Die knapp 7 Millionen Hartz-IV-Empfänger bekommen das Geld halt einfach so - für Spass (Zitat Volkers Pispers). *Sarkasmus off*
@ Statistiker der Bundesagentur für Arbeit: Sagt mal schlaft Ihr den ganzen Tag? Könnt Ihr die paar Millionen Arbeitslosen nicht auch noch aus der Statistik mogeln? Hey Mann, dann hätten wir Vollbeschäftigung!!!
Es geht um Arbeitslosenzahlen und die Plaudertaschen sind alle bei Kachelmann nebst Atomausstieg.
Natürlich muss alles ein Fake sein, wenn Vollzeit-Foristen trotz stellenweise leergefegtem Arbeitsmarkt einfach keinen Job finden. Das kann keinesfalls an einer Fehlqualifizierung liegen. Oder dass manche einen Job suchen, aber Arbeitsplätze geboten werden.
Paging