Die neuesten Arbeitszahlen sehen vergleichsweise gut aus - doch es gibt in Deutschland mehr Arbeitssuchende als offiziell gemeldet.
Leider ist die Meldung nicht so gut wie sie klingt. Denn die Arbeitslosigkeit ist zwar gesunken, doch bei weitem nicht so stark wie sonst in dieser Jahreszeit. Normalerweise wird im Frühjahr und Sommer kräftig eingestellt. Das gilt vor allem in der Bauwirtschaft und für andere Branchen, die für ihre Arbeit gutes Wetter brauchen.
Wie miserabel die Lage am Arbeitsmarkt ist, zeigen die Zahlen zur Kurzarbeit. (© Foto: ddp)
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Doch die Wirtschaftskrise erfasst immer mehr Firmen. Wie miserabel die Lage am Arbeitsmarkt ist, zeigen die Zahlen zur Kurzarbeit. Mehr als eine Million Menschen sind davon betroffen. Sie arbeiten weniger oder gar nicht und erhalten einen Lohn dafür, der staatlich subventioniert ist. Die Bundesregierung hat die Formalitäten zur Kurzarbeit vereinfacht.
So soll sie von den Firmen besser genutzt werden und die Arbeitslosigkeit nicht so stark steigen. Vor Bundestagswahlen machen sich schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt besonders schlecht und sämtliche Regierungen versuchen, die amtliche Statistik nach Kräften aufzuhübschen.
Derzeit ist zumindest arbeitsmarktpolitisch keine andere Maßnahme so erfolgreich wie die Kurzarbeit. Denn ohne sie hätten viele Menschen ihre Jobs wohl längst verloren.
Doch nicht nur das. Weitere mehr als eine Million Menschen tauchen in der amtlichen Arbeitslosen-Statistik nicht auf, weil sie in staatlichen Programmen stecken. Sie machen beispielsweise als Ein-Euro-Jobber Parks sauber oder sind in einer Trainingsmaßnahme.
Damit stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und fliegen aus der Statistik raus. Zum Jahresanfang wurde die Arbeitsmarktpolitik wieder einmal reformiert - und einige Arbeitslose werden aus der Statistik herausgerechnet. Das passt eben gut zur Bundestagswahl.
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(SZ vom 01.07.2009/hgn)
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Begriffe wie "Leistungsverweigerer", "Minderleister" etc. sind diskriminierend und dienen der weiteren Spaltung. Insofern verraten sie die dahinter stehende propagandistische Absicht. Den Titel "Leistungsträger" (oder: "Leistungserbringer") verleihen sich meist die Personen selbst, welche sich dafür halten. Sie wollen sich damit als etwas Besseres öffentlich kennzeichnen.
Zu fragen ist, wer den Begriff "Leistung" gesellschaftlich zu welchen Zwecken definiert.
Herr Zumwinkel und Herr Hartz waren ja auch sog. "Leistungsträger".
nachdenkseiten.de/upload/pdf/090701_hinweise_tatsa%CC%88chliche_arbeitslosigkeit_juni_2009.pdf
in keinem Unternehmen werden Mitarbeiter geduldet, die ihre Leistung nicht bringen!
Ob Verweigerung oder mangelnde Leistungsfähigkeit. Da wird so lange Druck gemacht und abgemahnt bis er fliegt.
Auch wenn jemand die Leistung bringt kann er ohne weiteres rausgeschmissen werden. Auf dem Arbeitsgericht gehts dann nur noch um die Höhe der Abfindung!
Dem ist doch nun wirklich nichts mehr abzugewinnen.
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