Arbeitsmarkt Es darf auch der Osten sein

Jeder zweite Westdeutsche würde für einen guten Job in die neuen Bundesländer ziehen - und viele würden gleich auch dort bleiben.

Die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) wäre bereit, für einen guten Job in die neuen Bundesländer zu ziehen.

Allerdings kommt das für 44 Prozent auf keinen Fall in Frage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern in Greifswald.

Besonders Frauen scheuen sich offenbar, einen Job in den neuen Bundesländern anzunehmen.

Lust auf Neues

Wer grundsätzlich bereit ist umzuziehen, will in der Regel auch bleiben: Nur 19 Prozent der Befragten sagten, ein Umzug käme nur für eine begrenzte Zeit infrage.

24 Prozent sehen dagegen den Vorteil, etwas Neues aufzubauen und vielleicht den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Die Bereitschaft umzuziehen ist aber an Voraussetzungen geknüpft: Erwartet werden zum Beispiel eine attraktive Region (77 Prozent) und ein Job für den Partner (69 Prozent).

62 Prozent der Befragten nehmen an, dass vor allem Ingenieure gesucht werden. Jeder Zweite nannte Mitarbeiter für Gesundheits- und Pflegeberufe sowie Führungskräfte und IT-Experten. Die Arbeitsmarktlage werde daher nur zum Teil richtig eingeschätzt, so Armin Debeolles von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern.

So würden in Vorpommern derzeit neben Ingenieuren vor allem Schiffs- und Metallbauer sowie Mitarbeiter für Call-Center gesucht. Auch Tourismusfachkräfte und Handwerker seien gefragt.

Das Forsa-Institut führte die Befragung unter 1009 Westdeutschen zwischen 18 und 65 Jahren Anfang November 2007 durch.