Nun ist es offiziell: Die Bundesagentur für Arbeit hat bestätigt, dass die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit vier Jahren unter vier Millionen gesunken ist.
Der anhaltende Konjunkturboom macht sich immer stärker auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Menschen ohne Job sank im April um 141.000 auf 3,967 Millionen. Die Quote verringerte sich auf 9,5 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg bekannt gab.
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BA-Chef Frank-Jürgen Weise erklärte: "Der konjunkturelle Aufschwung belebt den Arbeitsmarkt weiterhin kräftig". Die Zahl der offenen Stellen sei nochmals gestiegen.
Bereits am Vortag hatte Bundesarbeitsminister Franz Müntefering mitgeteilt, dass die Zahl der Menschen ohne Job mit 3,967 Millionen zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren im April unter die Vier-Millionen-Marke gesunken sei.
(sueddeutsche.de/AP)
Demonstrationen in Hamburg
die Daten stammen von www.jjahnke.net/index.html, wo Arbeitsmarktdaten kritisch unter die Lupe genommen werden im Gegensatz zur Presse.
bei jahnke kann man nachlesen, das der Rückgang von Arbeitslosen saisonbereinigt im April etwa 9000 betragen hat, weit weniger als die Monate zuvor (50 000), dass die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten stagniert und dass wir nach Griechenland den höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen pro Beschäftigten (5%) haben. Der Wirtschaftsteil der SZ ist voll von Entlassungankündigungen der Großkonzerne. Der Aufschwung so und wo es ihn denn geben sollte wird auf Kosten der Bevölkerung erzwungen: Wenig rLeute arbeiten mehr für weniger Geld: Das ist das neoliberale Credo und die Geldmaschine schlechthin. Nicht Besserung auf dem Arbeitsmark,t sondern das Gegenteil wird daher die Gewinne auf hohem Niveau stabilisieren.
So etwas wurde uns doch schon vor Jahren von einem Herrn Schröder und seinen Genossen angedroht.
Es stünde der SZ gut an, solche Meldungen auch von offizieller Seite nicht mehr ungeprüft oder wiederzugeben, da hier ganz offenkundig die Wirklichkeit - in diesem Falle die mit eigenen Zahlen rekonstruierte Wirklichkeit - in einer Weise manipuliert wird, die von der Lüge nicht mehr weit entfernt ist.
Die "weniger als 4 Mio ohne Job" summieren sich nämlich zu 6.427.000 erwerbsfähigen Menschen, die Lohnersatzleistgungen von der Bundesagentur bekommen. Dies sicher nicht deshalb, weil sie eine den Mensch ernährende Arbeitsstelle ausfüllen. Man darf also davon ausgehen, dass 6.427.000 Menschen in D auf ein Arbeitsangebot hoffen, dass dieses Namen verdient.
Tatsächlich erfährt man hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=2288
zum Beispiel Folgendes:
"Ausgewiesen für März 2007 werden 5,194 Millionen. Ihre Zahl ist gegenüber März 2006 sogar um 35.000 gestiegen. Aber als »arbeitslos« erscheinen davon nur 2,634 Millionen. Warum werden die übrigen 2,560 Millionen fast die Hälfte nicht mitgezählt? Als statistische Ausschluss-Gründe nennt die Arbeitsagentur »Schulbesuch« (erwünscht), »die Beschäftigung in einer Arbeitsgelegenheit« (= Ein-Euro-Jobber), »die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme« (von der Agentur gefordert) »oder die Betreuung kleiner Kinder oder Angehöriger«. Korrekt wäre es meines Erachtens nur, die letzte Gruppe herauszurechnen. Alle anderen sind auf der Suche nach einer Beschäftigung und müssen in der Regel ihre »Qualifizierungsmaßnahmen« abbrechen, sobald sich eine Beschäftigung findet. Warum gelten sie nicht mehr als »Arbeitslose«?"
Warum stellt die SZ diese Frage nicht?
Die Bundesagentur zählt korrekt die Zahlen der Empfänger von Arbeitslosengeld I und II zusammen: »Alles in allem bekamen damit 6.427.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen.«
... die du nicht selber gefälscht hast.
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