Arbeitslosigkeit Arbeitslosenzahl sinkt auf 3,43 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland liegt im Oktober erstmals seit über zwölf Jahren unter 3,5 Millionen - und erreicht damit einen Wert, den Ex-Kanzler Gerhard Schröder einst für das Jahr 2002 versprochen hatte

Zwei Sätze aus den Anfängen seiner Regierung dürfte Gerhard Schröder später bereut haben. "Wenn wir es nicht schaffen, die Arbeitslosigkeit signifikant zu senken, haben wir es nicht verdient, wiedergewählt zu werden" war der eine. Der andere: "Ich rechne damit, dass es uns gelingt, bis zum Ende der Legislaturperiode 2002 die Arbeitslosigkeit auf unter 3,5 Millionen zu drücken". Im Jahr 2002 waren in Deutschland im Durchschnitt mehr als 4 Millionen Menschen arbeitslos. Schröder wurde trotzdem wiedergewählt.

Gute Nachricht aus Nürnberg: Die Belebung am Arbeitsmarkt hält auch im Oktober an.

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Fünf Jahre und einige Reformen später ist Gerhard Schröders Ziel erreicht - nur nicht von Gerhard Schröder. Die Bundesagentur meldet, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober um 110.000 auf 3.434.000 gesunken ist. Die Koalition kann sich über die Zahlen aus Nürnberg freuen.

Im Oktober waren 650.000 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag. Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 Punkte auf 8,2 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,8 Prozent gelegen.

Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, sagte, die gute Konjunktur sei stabil und verstärke die übliche Herbstbelebung. Dadurch habe die Arbeitslosigkeit stärker abgenommen als sonst im Oktober. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe weiter deutlich zugelegt, die Arbeitskräftenachfrage bleibe auf hohem Niveau.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im September zum ersten Mal über die Marke von 40 Millionen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden rund 40,05 Millionen Beschäftigte mit Wohnsitz in Deutschland gezählt.

Das waren 676.000 oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als Gründe für die positive Entwicklung nannten die Statistiker die robuste Konjunktur und die gute Lage am Lehrstellenmarkt.