Die Zahl der Erwerbstätigen ist im September erstmals über die Marke von 40 Millionen gestiegen: Das drückt die Zahl der Arbeitslosen, die im Oktober wieder unter die Marke von 3,5 Millionen gefallen sein könnte.

Nach Einschätzung von Experten könnte die Zahl der Menschen ohne Job aufgrund der anhaltend kräftigen Konjunktur erstmals seit zwölf Jahren wieder unter 3,5 Millionen gesunken sein. Volkswirte gehen von einem Rückgang zwischen 90.000 und 120.000 auf rund 3,4 Millionen aus. Eine vergleichbare Zahl war zuletzt im Juni 1995 gemeldet worden.

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Die Bundesagentur erklärte: "Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Wirtschaft bewegt sich auf Rekordniveau." Der Stellenindex BA-X kletterte im Oktober auf ein Rekordhoch.

Volkswirte des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Berlin und der Dresdner Bank in Frankfurt erklärten, wegen der guten Konjunktur stellten die Unternehmen wieder ein. Auch das Ende der Sommerpause habe eine Rolle gespielt. Die Wirtschaftsforscher warnten aber davor, das Arbeitslosengeld I für Ältere zu verlängern. Mittelfristig werde das die Arbeitslosigkeit Älterer wieder ansteigen lassen.

Im September war die Zahl der Arbeitslosen um 162.000 auf 3,54 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 8,4 Prozent.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im September zum ersten Mal über die Marke von 40 Millionen gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag wurden rund 40,05 Millionen Beschäftigte mit Wohnort in Deutschland gezählt. Das waren 676.000 oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als Gründe für die positive Entwicklung nannten die Statistiker die robuste Konjunktur und die gute Lage am Lehrstellenmarkt.

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(AP/Reuters/woja/hgn)