Arbeitslosenzahl unter drei Millionen Stärkstes Frühjahr auf dem Arbeitsmarkt seit 1992

So gute Zahlen gab es in einem April zuletzt kurz nach der Wende. Die Arbeitslosenzahl fällt unter die Schwelle von drei Millionen. Besonders gefragt: technische Berufe und Fachkräfte für Gesundheit und Tourismus.

Im Frühjahr sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Normalfall, dieses Jahr ist der Rückgang besonders stark. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im April auf 2 943 000 verringert.

Es ist das robusteste Frühjahr auf dem Arbeitsmarkt seit 22 Jahren. So niedrig lag die Zahl zuletzt im April 1992 (historische Tabelle hier). Kritiker der deutschen Arbeitsmarktpolitik bemängeln allerdings, dass viele der in den vergangenen Jahren geschaffenen Jobs weniger gut abgesichert sind als früher.

In Deutschland gibt es nun 111 000 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 77 000 weniger als noch vor einem Jahr. Seit Dezember lag die Zahl nicht mehr unter drei Millionen.

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 6,8 Prozent zurück, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Besonders gefragt sind der Bundesagentur zufolge Arbeitskräfte aus den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Fahrzeugtechnik, Gesundheit, Verkehr, Logistik, Tourismus und Gastronomie.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs stieg von Januar auf Februar um 47 000 auf mehr als 29 Millionen Menschen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Der Arbeitsmarkt im April hat sich günstig entwickelt. Grund hierfür sind vor allem die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen."