Der Marburger Bund hat die rund 55.000 Mediziner an kommunalen Krankenhäusern zu einem Warnstreik aufgerufen. Sie fordern zehn Prozent mehr Gehalt.
Der Marburger Bund hat die rund 55.000 Mediziner an den kommunalen Krankenhäusern für Donnerstag zu einem Warnstreik aufgerufen.
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Schwerpunkte der Aktion sind Kliniken in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Damit will die Ärztegewerkschaft den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöhen.
Die Tarifverhandlungen sollten am Mittag in Wiesbaden fortgesetzt. Parallel dazu ist eine Demonstration streikender Ärzte geplant.
Angleichung der Ost- und Westgehälter
Der Marburger Bund hat die Arbeitgeber aufgefordert, in der nun anstehenden vierten Verhandlungsrunde ein Angebot vorzulegen. Die Ärztegewerkschaft fordert für die Beschäftigten 10,19 Prozent mehr Gehalt sowie eine umgehende Angleichung der Ost- an die Westgehälter.
Bisher haben die in der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)organisierten Arbeitgeber den Ärzten kein Angebot unterbreitet, wollen dies nach eigenen Angaben aber in der anstehenden Runde nachholen.
Allerdings hat die VKA betont, das Angebot an die Ärzte werde über die Offerte für die übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von fünf Prozent mehr Lohn über zwei Jahre nicht hinausgehen.
Patientenversorgung wird nicht leiden
Der Marburger Bund hat zugesichert, dass die Patientenversorgung unter dem Warnstreik nicht leiden wird. In den bestreikten Kliniken soll es eine Notversorgung geben.
- Tarifrunde Ärzte pokern um mehr Gehalt 14.01.2008
(sueddeutsche.de/AP/Reuters/pak/mel)
Gysi gegen Lafontaine
TVÖD 13 Einstufung ist der Tarif bei der Einstellung eines Akademikers mit Uni-Abschluß im öffentlichen Dienst.
Die Leiter ist nach oben offen. Diese Leiter ist in den Kliniken beschränkt.
Wenn ich mir die Informatiker-Gehälter oder die Wirtschaftsprüfer in der freien Wirtschaft ansehe und da kenne ich mich sehr gut aus, verdienen diese alle mehr.
Und diese haben z.B. nicht die Verantwortung für ein Leben.
Ich denke, daß viele Mediziner unterbezahlt sind. Das gilt aber auch für die Krankenschwestern oder den Pflegedienst.
@Madoc
Die meisten Ärzte heulen auf hohem Niveau, sind sich dessen aber nicht bewusst.
Vielleicht ist es informativer, wenn man den durchschnittlichen NETTO-Stundenlohn von Ärzten und übrigens auch anderen Akademikern im öffentlichen Dienst ausrechnet. Da kommt man dann in Bereiche wo einem die Putzfrau kündigen würde.
dem zuletzt ausgehandelten Tarif bezahlt sicher nicht unterbezahlt. Deren Einkommen liegt deutlich über der TVÖD 13 Eistufung, welche eigentlich für Akademiker jedweder Fachrichtung Anwendung findet.
Achja, die Einnahmen aus der Chefarzt-Poolbeteiligung (üblich, aber nicht wirklich Pflicht) kommen zum Gehalt auch noch dazu.