Die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind sehr erfreulich - die Arbeitslosenquote im Mai ist die beste seit fünfeinhalb Jahren. Allerdings muss die Behörde zugeben, dass die Statistik fehlerhaft ist.
Im Mai waren insgesamt 3.806.000 Menschen ohne Beschäftigung. Das sind 161.000 weniger als im Vormonat und 732.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg. Damit ging die Arbeitslosenquote um 0,4 Punkte auf 9,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,9 Prozent gelegen.
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Bei der Vorstellung dieser positiven Ergebnisse muss der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, allerdings auch eine Panne in seiner Agentur einräumen, die zu falschen Berechnungen geführt hat. Demnach müssen rückwirkend alle Arbeitslosenzahlen ab Januar 2007 zum Teil kräftig nach oben korrigiert werden.
Der Grund: Laut Weise wurden im Dezember rund 37.500 Arbeitslosmeldungen zwar als Abnahme aus Beschäftigung, nicht aber als Zugang in die Arbeitslosigkeit gebucht. Aufgrund dieses Fehlers, der nach Weise erst jetzt entdeckt wurde, sind alle nachfolgenden Statistiken bis Mai 2007 nicht mehr ganz korrekt.
Für Januar ergeben sich damit statt bisher gemeldeter 4,246 Millionen Arbeitsloser etwa 37.500 mehr. Für April beträgt der Zuwachs noch 9.300, für Mai 6.000, weil viele der nicht erfassten Arbeitssuchenden inzwischen einen Job gefunden hätten.
Unbeachtetes Fehlerprotokoll
Weil sich durch die abweichenden Zahlen ein höheres Ausgangsniveau für April ergibt, beträgt die Abnahme der Arbeitslosenzahl zum Mai vermutlich etwa 164.000, wie BA-Sprecherin Ilona Mirtschin vorrechnete.
"Ein ganzer Datensatz ist nicht verarbeitet worden", erläuterte der BA-Chef. Zugleich sei ein in solchen Fällen automatisch erstelltes Fehlerprotokoll von BA-Mitarbeitern unbeachtet geblieben. Erst im April habe eine Plausibilitätskontrolle die Statistik-Lücke aufgedeckt.
Die amtliche Statistik werde nachträglich korrigiert. Künftig werde bei auftauchenden Fehlermeldungen die Verarbeitung von Arbeitslosendaten sofort gestoppt, sagte der BA-Manager.
"Nachfrage nach Arbeitskräften auf sehr hohem Niveau"
Weise betonte jedoch, der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland dauere an und belebe weiterhin den Arbeitsmarkt. "Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken, das Beschäftigungswachstum hält an und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf sehr hohem Niveau", betonte Weise am Donnerstag in Nürnberg.
In Westdeutschland waren im Mai 2.499.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 106.000 weniger als im April und 549.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland sank die Zahl der Arbeitslosen um 55.000 auf 1.307.000.
Ein Teil des Rückgangs gehe auf das Konto des saisonüblichen Frühjahrsaufschwungs. Wegen des milden Wetters während der Wintermonate sei der Rückgang gegenüber Mai des Jahres 2006 aber etwas schwächer ausgefallen als üblich.
Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 183.000. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 7,6 Prozent, im Osten bei 15,2. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Mai um 3000 auf 3,855 Millionen gestiegen.
Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gestiegen
Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April mit 39,28 Millionen um 539.000 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Jahresvergleich um 618.000 auf 26,56 Millionen im März.
Im Mai waren bei den Agenturen für Arbeit bundesweit 643.000 offene Stellen gemeldet. Das waren 77.000 mehr als vor zwölf Monaten.
(sueddeutsche.de/dpa/ddp/AP)
Machtkampf in der Linken
deren Aufnahme von F.J. Weise als Vermittlung in Arbeitsplätze verbucht wird, dann bedeuten knapp 600'000 neue Arbeitsplätze fast nichts. So wie F.J. Weise und P. Hartz die Sache geregelt haben, gehen EEJ über ein halbes bis ein ganzes Jahr. 300'000 EEJ gelten also im Grunde als doppelt so viele Arbeitsplätze: 600'000. Eine Differenz ergibt sich darüber, daß manche Jobs verlängert werden. Und wird durch die naturgegebene Fluktuation beim Wechsel zwischen zwei Arbeitsplätzen noch verdeckt.
Was wirklich in der Industrie/Wirtschaft an neuen Arbeitsplätzen geschaffen wurde, das hat F. J. Weise nicht verraten - eher verdunkelt.
Nach genauerer Betrachtung der Zahlen sowie des Berichtes kommt man eigentlich nur zu dem Ergebnis, dass es der kollektiven Verwirrung zu dienen hat.
z.B. nachdem 37.500 falsch verbucht wurden im Dezember folgt:
"Für Januar ergeben sich damit statt bisher gemeldeter 4,246 Millionen Arbeitsloser etwa 37.500 mehr. Für April beträgt der Zuwachs noch 9.300, für Mai 6.000, weil viele der nicht erfassten Arbeitssuchenden inzwischen einen Job gefunden hätten."
und weiter unten:
"Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 183.000. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 7,6 Prozent, im Osten bei 15,2. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Mai um 3000 auf 3,855 Millionen gestiegen."
Also was jetzt? 3000 mehr oder 6000 weniger?
Da hat sich einer Mühe gegeben, klug zu klingen und für äußerste Unklarheit zu sorgen.
Liebe Freunde wissen sie, wie eine erfolgreiche "Arbeitsvermittlung" in der Argentur für Arbeit aussieht?! Nein? Ich sage es.
AV: Guten Tag Herr Müller.
AS: Guten Tag. Ich bin arbeitslos.
AV: Ach Ja? Schlimme Sache.
AS: Ich habe aber bereits eine neue Stelle. Hier ist mein Arbeitsvertrag.
AV: Ah ja. Sehr gut. Hmm. Ja wunderbar. Dann bekomme ich von Ihnen hier noch eine Unterschrift.
AS: So. Hier bitte.
AV: Danke. Und einen schönen Tag noch.
AS: Danke Ihnen auch.
AV: (denkt sich) Jetzt habe ich wieder einen AS erfolgreich vermittelt. Einen Strich im Datensatz: Erfolgreich vermittelt.
Na dann gute Nacht! D! AG
Wie erklärt es sich, dass bei unserem Aufschwung gleichzeitig die Zahl der Tafelbesucher bis jetzt 700.000 steigt ? Oder fehlt da schon wieder ein ganzer Datensatz ? Nämlich der, der die bei der Erstellung der Statistik verlorenen Arbeitsplätze erfaßt ? Wer es glaubt, wird selig !
Lt. Bericht April: 39,28 Millionen Stellen gesamt. "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Jahresvergleich um 618.000 auf 26,56 Millionen im März". Also sind ca. 13 Mio. Stellen 400 -Jobs oder nicht sozialversicherungspflichtig, wie z.B. freier Handelsvertreter, Jobs auf Rechnung...
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