Androhung von Sanktionen China wirft Apple Gier und Arroganz vor

Ein Sicherheitsmann vor einem Apple-Store in Shanghai: Die chinesische Regierung übt scharfe Kritik am US-Unternehmen, die Kunden wird das kaum abschrecken.

(Foto: REUTERS)

In einer gemeinsamen Kampagne attackieren chinesische Staatsmedien den US-Konzern Apple. Parallel kündigt die Regierung verschärfte Kontrollen und Sanktionen an. Hauptkritikpunkt sind die schlechteren Garantie-Richtlinien für chinesische Kunden.

Die chinesische Regierung hat die Kritik an Apple intensiviert. In einer öffentlichen Kampagne kritisierten wichtige Staatsmedien das US-Unternehmen und bezeichneten es als "unehrlich", "gierig" und "unvergleichlich arrogant".

Außerdem kündigte Chinas Aufsichtsbehörde stärkere Kontrollen und Sanktionen an, wenn Apple seine Garantie-Richtlinien nicht ändert. Das amerikanische Wall Street Journal berichtet, dass Chinas Staatsfernsehen Apple Mitte März beschuldigt hat, die Garantie-Laufzeiten in China zu beschränken und im Land andere, schlechtere Service-Dienstleistungen für Kunden anzubieten als in anderen Staaten.

Beispielsweise tauscht Apple bei der Reperatur von iPhones chinesischer Kunden nicht die gesamte äußere Hülle aus, obwohl dies in anderen Ländern üblich ist. Grund hierfür ist allerdings das chinesische Recht, das in diesem Fall eine erneuerte Garantie für das gesamte Gerät vorsieht.

Vor kurzem habe die chinesische Regierung bereits angekündigt, die Smartphone- und App-Branche stärker zu regulieren, so das Wall Street Journal weiter. Zudem sollen die heimischen Hersteller wie Lenovo oder Huawei Technologies staatliche Unterstützung erhalten.

Auf die chinesischen Kunden dürften die verbalen Attacken auf Apple kaum einen Einfluss haben - das iPhone und die anderen Apple-Produkte sind nach wie vor begehrte Statussymbole. China ist nach den USA der zweitgrößte Absatzmarkt von Apple.