Die Riester-Rente ist der Renner. Viele Sparer wissen jedoch nicht, welches Produkt für sie am besten ist. Stiftung Warentest hat deshalb die Angebote geprüft.
Die Riester-Rente hatte keinen leichten Start. Zu bürokratisch, zu unrentabel - diese Vorwürfe lasteten auf der staatlich geförderten Altersvorsorge.
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Die Riester-Rente hatte keinen leichten Start. Mittlerweile ist sie jedoch äußerst beliebt. (© Foto: ddp)
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Mittlerweile aber ist Riester ein Renner: Ulrich Stolz, Leiter der Zentralen Zulagenstelle für Altersvorsorge, rechnet bis Ende 2008 mit bis zu 13 Millionen abgeschlossenen Riester-Verträgen. Somit hätten sich etwa ein Drittel der einst auf 32 bis 36 Millionen geschätzten Förderberechtigten für die Riester-Rente entschieden. "Das ist ein Wert, auf dem man aufbauen kann", sagt Stolz. Für alle, die noch nicht riestern, dieses aber überlegen, hat die Stiftung Warentest jetzt die besten Riester-Angebote herausgefiltert.
Auch der Staat will noch mehr Menschen zum Riestern bewegen: Deshalb hat die Regierung die staatlichen Zulagen aufgestockt. So erhalten seit diesem Jahr Riester-Sparer unter 25 Jahren einmalig 200 Euro Prämie zusätzlich zu den anderen Zulagen. Die Grundzulage beträgt jährlich 154 Euro, die Kinderzulage 185 Euro pro Jahr. Für Kinder, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro pro Jahr.
Voraussetzung ist, dass der Sparer jedes Jahr einen bestimmten Betrag einzahlt. Dieser beträgt seit Januar 2008 exakt vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens.
Ein Beispiel: 2007 hat ein Arbeitnehmer 35.000 Euro verdient. Im Jahr 2008 muss er 1400 Euro (vier Prozent von 35.000 Euro) ansparen, um die volle Förderung zu erhalten. Von den 1400 Euro zieht er die Zulagen ab - bei einem Single 154 Euro. Sein Eigenbeitrag beträgt 1246 Euro im Jahr. Ein Familienvater mit gleichem Einkommen und zwei Kindern (vier und sieben Jahre alt) zieht 524 Euro ab und muss aus eigener Tasche nur 876 Euro ansparen.
Wichtig: Zahlt er mehr ein, liegt zwar mehr Geld auf dem Konto; die Förderung erhöht sich dadurch aber nicht. Zahlt er weniger ein, kürzt der Staat die Zulagen im Verhältnis.
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Viele Riester-Sparer wissen allerdings nicht, für welches Riester-Produkt sie sich entscheiden sollen. Es gibt Riester-Banksparpläne, -Fondssparpläne sowie -Versicherungen, eine verwirrende Menge an Produkten. Alle Angebote garantieren bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Gelder und eine lebenslange Rentenzahlung.
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In dem Beitrag sind einige fachliche Fehler: Die Grundzulage beträgt nur 154,- EUR.
Wer mehr als den Mindestbeitrag von 4 % einzahlt hat je nach Steuersatz ganz erhebliche Vorteile. Es besteht die Möglichkeit eines zusätzlichen Sonderausgabenabzuges, wenn max. 2.100,- EUR jährlich eingezahlt werden. Gutverdiener profitieren also von einer zusätzlichen Steuerersparnis.
Jürgen Maaß
Pressesprecher im BVK Bezirksverband Berlin / Brandenburg
Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute
Sicher ist es lohnend, wenn der Bürger spart um im Alter mehr Geld zu haben. Perspektive überhaupt Geld zu haben. Die Riester- Rente aber als Allheilmittel an zu preisen ist einfach falsch. Auch Vergleiche an zu stellen in denen Menschen pauschal nach Altersklassen extremst unterschiedliche Empfehlungen gegeben werden, zeugt von Kleingeist. Wie kommen die Tester auf die Idee, dass man mit unter 40 voll auf Aktienfonds gehen soll und ab 40 gar nicht. Hop oder top? Soll so wirklich eine Empfehlung aussehen? Derart verbohrt kann, oder besser sollte, niemand die Welt betrachten.
Schlimm, dass die Tester derart wenig Verstand beweisen. Schade, dass der Autor diesen Unsinn unkommentiert übernimmt...
"Das politische Ziel muss es sein, um ca. 50 Prozent höhere Renten auszuzahlen."
Leider kann dieses Ziel durch alleiniges Setzen auf die gesetzliche Rente auf absehbare Zeit nicht erreicht werden. Die Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht, weil man das Geld aus der Rentenkasse seit den 60er Jahren mit vollen Händen für den laufenden Haushalt ausgegeben hat. Auch die demografische Entwicklung arbeitet gegen die gesetzliche Rente (das diese von den Lobbiisten übertrieben wird, ist mir bekannt. Dennoch bleibt dieser Faktor ein Nachteil der gesetzlichen Rente)
Meines Erachtens sollte das politische Ziel sein, Altersarmut weitgehend zu verhindern. Dabei muss ein Ausgleich zwischen jetzigen und zukünftigen Generationen gefunden werden. Die von uns diskutierten Maßnahmen sind sicher gut, um die gesetzliche Rente zu stärken.
Die Riesterförderung zu streichen und gleichzeitig den Rentenbeitragssatz zu erhöhen, nützt jedoch nichts. Die Auswirkungen auf die gesetzliche Rente sind zu gering (Beispiel Kaffeetasse) um Altersarmut zu verhindern.
Unterstützung von privater und betrieblicher Altersvorsorge ist hingegen sinnvoll - über die Form kann man natürlich streiten. Beide sind z. B. von der demographischen Entwicklung unabhängig. Eigentlich eine Binsenweisheit: Wer auf 3 Pferde setzt, hat größere Chancen auf den Gewinn als derjenige, der all sein Geld auf das beste Pferd setzt.
Der Sinn der staatlichen Unterstützung ist eben, dass man wenigstens einen Teil seines Geldes nicht versöuft sondern zurücklegt. Wer dass nicht will, muss das nicht tun. Den Nettolohn hingegen durch Erhöhung des Rentenbeitragssatzes weiter zu stutzen, halte ich für wenig sinnvoll.
"Ein einseitiges Setzen auf die ges. Rente führt dazu, dass ein Großteil der Bevölkerung ihren Lebensstandard im Alter nicht halten kann".
muss ich widersprechen. Die gesetzliche Rente muss so ausgestattet sein, dass einem Großteil der Rentner nicht, wie derzeit Altersarmut droht. Die gesetzliche Durchschnittsneurente bewegt sich zur Zeit bei 650 Euro. Es sterben also jährlich eine Million der bisher noch gut ausgestattenen Rentner weg und werden durch Hungerrentner ersetzt. Welch schlimme Auswirkungen auf die Binnenkaufkraft, ich schätze Verluste um die 6 Milliarden Euro. Diese derzeitige Entwicklung kann auch nicht durch riestern, sondern nur durch höhere gesetzliche Renten verhindert werden.
Die Riesterfördermilliarden gehören in die gestzliche RV ebenso wie die 3 Prozent Riesterbeitrag. Die Arbeitsmarktpolitik muss für höhere Durchschnittslöhne und mehr soz.vers.pflichtige Arbeitsplätze sorgen.
Das politische Ziel muss es sein, um ca. 50 Prozent höhere Renten auszuzahlen.
Wer darüberhinaus etwas für die Altersversorgung tun will, soll das tun, aber bei privatwirtschaftlichen Vorgängen haben staatliche Subventionen nichts verloren.
Der letzte Satz meines vorigen Beitrages ist leider gekürzt worden. Er soll lauten:
Vorteil ihrer Methode ist aber, dass sie vermutlich leichter an ihr Geld kommen, wenn Sie in der Einzahlungsphase in finanzieller Not sind.
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