Alterssicherung Bringt mehr Rente mehr Kinder?

Dort werden die Löhne aufgewertet, die für die Höhe der Rentenanpassung maßgebend sind. Ein Arbeitnehmer im Osten erwirbt so mit dem gleichen Verdienst eine um acht Prozent höhere Rente. Nun aber kommt die Renteneinheit. Der Rentenwert im Osten wird in sieben Schritten bis 2024 an den im Westen angeglichen. Umstritten ist noch die Frage, wie das zu finanzieren ist.

Mehr Rente bringt nicht mehr Kinder

Einst behauptete Konrad Adenauer das Gegenteil: "Kinder kriegen die Leute immer". Der damalige Bundeskanzler irrte sich, wie der Geburtenrückgang zeigt. 1992 beschloss die Bundesregierung deshalb, das Kinderkriegen durch eine höhere Rente für Frauen attraktiver zu machen: Statt eines Beitragsjahres und Rentenpunkts wurden nun pro Kind drei gutgeschrieben - selbstverständlich nicht rückwirkend. Die Kinder sollten ja dadurch erst geboren werden. Trotzdem setzte die Union in der großen Koalition das zweite Beitragsjahr auch für Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern durch, und nun fordert sie das dritte Beitragsjahr für ältere Mütter, schließlich seien doch alle gleich zu behandeln. Mit dem ursprünglichen Ziel des Gesetzes hat das nichts mehr zu tun, und selbst das wurde nicht erreicht.

Die Riester-Rente kann sich lohnen

Volkswirtschaftlich ist die Riester-Rente gescheitert. In den allermeisten Fällen gelingt es nicht, mit der geförderten Zusatzvorsorge die Einbußen beim Rentenniveau auszugleichen. Denn viele Arbeitnehmer haben gar keinen Vertrag, oder sie zahlen zu wenig oder gar nichts mehr ein, oder die Erträge sind zu gering. Für den Einzelnen kann die Riester-Rente aber attraktiv sein, sofern sie oder er alles richtig macht: Der Sparer muss kontinuierlich bis zur Rente in einen kostengünstigen Vertrag einzahlen, und das immer so, dass die maximale staatliche Förderung herausspringt. Das lohnt sich vor allem für Kinderreiche und Geringverdiener.

Zuwanderung löst nicht alle Probleme

Junge Einwanderer, die einen Job bekommen, können das Sozialsystem entlasten. Dies kann helfen, Geld in die Rentenkasse zu bringen, gerade im kommenden Jahrzehnt und um das Jahr 2030, wenn die Babyboomer, die jetzt zwischen 50 und 60 sind, in Rente gehen und die Alterssicherung die größten Schwierigkeiten hat.