Die EU-Kommission will Mindestsätze für die Alkoholsteuer durchsetzen, um den Alkoholtourismus zu unterbinden. Doch die Deutschen legen sich wegen ihres liebsten Getränkes quer.

Die von Deutschland geforderte Ausnahme für Bier bei der Anhebung der EU-Alkoholsteuern hat unter den EU-Partnern zu erheblichem Streit geführt.

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Ein Kompromissvorschlag der finnischen EU-Ratspräsidentschaft, wonach die Besteuerung von Bier komplett herausgenommen werden soll, wurde beim EU-Finanzministertreffen von sieben EU-Staaten zurückgewiesen. Die Ressortchefs werden Ende November erneut beraten.

Die EU-Kommission will die Erhöhung der Mindestsätze für Bier, Wein, Sekt und Schnaps, um der Inflationsentwicklung Rechnung zu tragen und den Alkoholtourismus in der Union zu unterbinden.

Standardkasten um 20 Cent teurer

Mit dieser Erhöhung würde sich ein Standardkasten Bier in Deutschland um etwa 20 Cent verteuern. Die Sätze waren zuletzt vor 13 Jahren korrigiert worden.

Bundesfinanzstaatssekretär Thomas Mirow verteidigte den Kurs Berlins: "Wir haben den Menschen zugesagt, dass wir nach und mit der Mehrwertsteuererhöhung, die zu erheblichen Belastungen führt, keine weiteren Steuern erhöhen." Dabei müsse es bleiben.

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