Während KarstadtQuelle, Otto und auch Tchibo im vergangenen Jahr ihren Textilumsatz erhöht haben, kauften die Verbraucher bei Aldi weniger Kleider.
Der Handelskonzern KarstadtQuelle hat trotz der Turbulenzen im vergangenen Jahr seine Spitzenposition als größter Textileinzelhändler in Deutschland offenbar klar behauptet.
Aldi-Filiale in Köln: Lebensmittel dominieren das Angebot. (© Foto: AP)
Anzeige
Das Unternehmen lag mit 6,58 Milliarden Euro Umsatz vor dem Zweitplatzierten, der Hamburger Otto-Gruppe mit geschätzten 3,8 Milliarden Euro, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Rangliste der Zeitschrift Textilwirtschaft hervorgeht. Die Aldi-Gruppe kam auf Platz sieben und musste Schätzungen zufolge einen Umsatzrückgang mit Textilien hinnehmen.
Die 70 gelisteten Unternehmen haben den Angaben zufolge im vergangenen Jahr zusammen über 35 Milliarden Euro (brutto) erlöst und kommen damit auf einen Anteil von über 62 Prozent am gesamten deutschen Markt.
Während KarstadtQuelle und Otto ihren Textilumsatz verbesserten, blieb die Aldi-Gruppe (Nord und Süd) Schätzungen zufolge 2004 um rund 300 Millionen Euro hinter ihrem Umsatz des Vorjahres von 1,4 Milliarden Euro zurück.
Expansion bei Tchibo
Der Lebensmittel-Einzelhandel bleibe dennoch eine feste Größe am Markt, schrieb das Blatt. So habe beispielsweise Tchibo seine Textilumsätze um 12 Prozent erhöhen können und damit geschätzt knapp 1 Milliarde Euro erlöst.
Zugleich spiegelt sich der Erfolg der Teleshopping-Unternehmen in Deutschland jetzt erstmals auch in der Größtenliste wider. QVC Deutschland erwirtschaftete 2004 geschätzt 132 Millionen Euro mit Textilien, wie es hieß. Den Vertriebskanal Teleshopping hielten Experten auch künftig für sehr expansiv, Textilien und Bekleidung spielten dabei eine immer größere Rolle.
(sueddeutsche.de/AP)
Neue Nutzungsbedingungen