Die heute als Deutsche Börse firmierende Frankfurter Wertpapierbörse wurde 1993 von einer öffentlich-rechtlichen Behörde in ein privatwirtschaftliches Unternehmen umgewandelt.
Dank des Erfolgs seiner elektronischen Handelsplattform Xetra konnte das inzwischen selbst an der Börse gelistete Unternehmen seinen Vorsprung gegenüber den Regionalbörsen in Deutschland ausbauen.
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Inzwischen erwirtschaftet die Deutsche Börse mehrere hundert Millionen Euro Gewinn pro Jahr. Nun versucht sie zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren, die umsatzstärkste Börse Europas, die LSE in London, zu übernehmen.
97 Prozent aller Börsengeschäfte in Deutschland
In Deutschland laufen rund 97 Prozent aller Börsengeschäfte über den Handelsplatz Frankfurt. In Europa ist die Deutsche Börse die drittstärkste nach Euronext, einem Verbund aus den Börsen Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris, und der LSE.
Die höchsten Erträge erwirtschaftet die Deutsche Börse mit der Abwicklung von Wertpapieren. Kauft ein Anleger beispielsweise Staatsanleihen, muss er der Börse dafür eine Gebühr zahlen, ebenso wie für den Handel mit Aktien und mit abgeleiteten Produkten wie Termingeschäften.
Als Finanzdienstleister bietet sie auch Kursdaten und Beratung für Unternehmen an. Für 17 andere Börsen, darunter Wien, erledigt sie die technische Abwicklung. Zudem verfügt Frankfurt mit der Eurex über die größte Terminbörse der Welt.
(SZ vom 08.01.05)
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