Vermeintlich günstige Angebote von Discountern wie Aldi, Lidl oder Plus entpuppen sich zunehmend als Fehlkäufe - hat Stiftung Warentest herausgefunden. Sie können nicht nur untauglich, sondern auch gefährlich sein.

Im vergangenen Jahr erwiesen sich 22 von insgesamt 58 geprüften Produkten als Fehlgriff. Dies entspricht einer Quote von 38 Prozent, heißt es in der Zeitschrift test (Novemberausgabe).

Lidl-Aktionsware wird nach Angaben der Tester vor Jahr zu Jahr schlechter. (© Foto: ddp)

Anzeige

2003 waren es erst 25 Prozent. Die Tester fanden in der Aktionsware Chemikalien, die Krebs auslösen, das Erbgut schädigen oder sich hormonell auf den menschlichen Körper auswirken können.

Aldi-Produkte noch mit Abstand am besten

Andere Artikel waren schlichtweg untauglich. Schadstoffe fanden die Prüfer demnach unter anderem im Hammerset und Winkelschleifer von Aldi, in Maurerkellen und Sägen von Lidl sowie in Laufrädern und Tackern von Plus.

Andere Produkte erwiesen sich schlicht als Schuss in den Ofen, etwa ein Gartenhäcksler von Aldi, der bereits nach 15 Minuten Dauerbetrieb defekt war.

Gute Qualität zu günstigen Preisen ist eher eine Ausnahme, so das Fazit der Tester. Nur ein Viertel der als Sonderangebote gepriesenen Produkte stufte die Stiftung Warentest als echte Schnäppchen ein. Mit deutlichem Abstand bester Anbieter war Aldi: Von 20 geprüften Aktionsartikeln waren zehn Schnäppchen.

Hauptkonkurrent Lidl schnitt mit zwei Schnäppchen bei 14 Produkten deutlich schlechter ab. Auffällig sei, dass die Qualität der Lidl-Produkte von Jahr zu Jahr nachlassen würde, stellen die Warentester fest. Noch schwächer als Lidl sei allerdings Plus. Hier habe sich unter neun Produkten überhaupt kein Schnäppchen befunden.

(sueddeutsche.de/AFP)

Leser empfehlen