Aktienmärkte Es geht weiter nach oben im Dax

Die Anleger setzen darauf, dass die Zentralbanken weitere Konjunkturanreize schaffen und kaufen Aktien. Der Dax gewinnt am Freitag zwei Prozent, auf Wochensicht legt er mehr als ein Prozent zu.

Die europäischen Aktienmärkte sind zum Wochenschluss noch einmal kräftig durchgestartet: Wieder anziehende Ölpreise und die Hoffnung auf Programme zur Ankurbelung der Weltwirtschaft, trieben den Dax um zwei Prozent auf 9513 Zähler nach oben. Bereits am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex um knapp zwei Prozent zugelegt.

Zum Auftakt eines Treffens der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Shanghai bekräftigten insbesondere chinesische Spitzenpolitiker, dass sie noch Spielraum für weitere Konjunkturstützen haben. Allerdings wurde nicht über konkrete Schritte gesprochen. "Die Spekulationen mehren sich, dass die chinesische Zentralbank schon bald neue Maßnahmen ergreifen könnte, um das Wachstum anzukurbeln", sagte Markus Huber, Händler beim Brokerhaus City of London Markets. Der Preiskollaps beim Öl sowie enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China und den USA hatten in den vergangenen Wochen die Furcht vor einem weltweiten Konjunkturrücksetzer geschürt.

Unter den Einzelwerten sorgten vor allem Unternehmensbilanzen für Kursbewegungen. Bei BASF griffen die Anleger angesichts einer höheren Dividende beherzt zu. Die Aktien stiegen um 3,5 Prozent. Der Konzern will trotz eines Gewinneinbruchs im letzten Jahr die Ausschüttung um zehn Cent auf 2,90 Euro je Aktie erhöhen. "In diesem schwierigen Umfeld die Dividende zu erhöhen, ist ein positives Signal", sagte DZ-Bank-Analyst Peter Spengler.

Gefragt waren im Dax zudem K+S (plus 4,2 Prozent) sowie auch die Autowerte Volkswagen, BMW und Daimler, die sich zwischen 4,7 und drei Prozent verteuerten. Die Aktien hatten in den vergangenen fünf Handelstagen ordentliche Verluste eingefahren.

Im MDax schnellten Elring-Klinger nach der Vorlage ihrer Jahresbilanz um 7,5 Prozent in die Höhe. Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich die Analysten optimistisch. Punkten konnte auch Rheinmetall mit seiner Bilanz: Vor allem Gewinne im Rüstungsgeschäft bescherten dem Mischkonzern im vergangenen Jahr einen Ergebnissprung. Die Aktien verteuerten sich um 3,7 Prozent.

Die Börsen an der Wall Street gaben anfängliche Gewinne wieder ab. Gute Daten zum US-Wirtschaftswachstum erhöhen die Wahrscheinlichkeit weiterer Leitzinserhöhungen durch die Notenbank Fed. Der Leitindex Dow Jones beendete den Handel etwas tiefer bei 16 640 Punkten.