Aktienmärkte Dax pendelt

Anleger halten sich weiterhin vor den Wahlen in Frankreich am Sonntag zurück. Der Dax pendelt wie schon seit Tagen um die Marke von 12000 Punkten.

Der Dax hat am Donnerstag um die Marke von 12 000 Punkte gependelt. Schon seit Tagen ringt der deutsche Leitindex mit dieser Schwelle. Nach einem anfänglichen Rutsch bis auf 11 941 Zähler erholte er sich schnell und notierte am Handelsende leicht im Plus bei 12 027 Punkten. Vor den Wahlen in Frankreich am Sonntag möchten die Anleger keine großen Risiken eingehen, hieß es. Investoren fürchten sich vor allem vor einem Sieg der rechtsextremen Politikerin Marine Le Pen, die Frankreich aus der Euro-Zone herauslösen will.

Bei französischen Anlegern überwog dennoch der Optimismus. Der Pariser Leitindex CAC-40 legte 1,5 Prozent zu und übertraf die Kurszuwächse an anderen europäischen Börsen. Vor allem Banken wie Societe Generale und BNP Paribas waren gefragt. Sie legten 2,8 Prozent beziehungsweise vier Prozent zu und waren die größten Gewinner im europäischen Bankenindex, der 0,8 Prozent im Plus lag.

Spekulationen auf Stahl-Einfuhrbeschränkungen nach Amerika setzten Stahlhersteller unter Druck. Aktien von ThyssenKrupp verloren 1,7 Prozent, Salzgitter gaben 0,9 Prozent nach, Kloeckner & Co sanken um 2,2 Prozent. US-Präsident Donald Trump prüft Insidern zufolge, ob Stahlimporte die nationale Sicherheit der USA beeinträchtigen. Continental-Aktien profitierten von einem Medienbericht über Sparpläne für den Geschäftsbereich Antriebe. Zuletzt notierten die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers 0,4 Prozent höher. Die Aktien von BMW lagen nach einer Berg- und Talfahrt nur 0,1 Prozent höher, obwohl der Autobauer Umsatz und Betriebsgewinn im ersten Quartal überraschend deutlich gesteigert hatte. Der Umsatz legte um zwölf Prozent zu, das Konzernergebnis vor Steuern schoss sogar um 27 Prozent auf drei Milliarden Euro hoch.

Gea-Anteilscheine rutschten mit einem Abschlag von vier Prozent an das M-Dax-Ende. Der Anlagenbauer kam nach einem schwachen Verlauf 2016 auch zum Beginn von 2017 nicht vom Fleck und wagte keine detaillierte Geschäftsprognose.

Gestützt von mehreren positiv aufgenommenen Quartalsberichten präsentierten sich die US-Börsen fester. Der Dow Jones schloss 0,9 Prozent höher. Zu den Kursgewinnern gehörten American Express, die um sechs Prozent zulegten. Der Kreditkartenanbieter erzielte einen höheren Quartalsgewinn als erwartet. Verizon-Papiere verloren ein Prozent. Der größte US-Mobilfunkkonzern hatte einen Gewinneinbruch bekanntgegeben.