Ein Bonus für den Bahnvorstand stiftet Unruhe in der Bahngewerkschaft: Ex-Transnet-Chef Hansen profitiert - und sein Nachfolger nickte das ab.
Wenn er kommt, wird es nicht angenehm. Ende November ist Gewerkschaftstag bei Transnet. Und wie es sich so gehört bei der größten Bahngewerkschaft, steht auch der Personalchef des Unternehmens auf der Gästeliste. Nur ist das diesmal ein Politikum. Der Mann heißt nämlich Norbert Hansen und war fast zehn Jahre selbst Chef von Transnet, bis er die Seite wechselte - seit Mai ist er der Personaldirektor der Deutschen Bahn (DB). "Mit offenen Armen wird er mit Sicherheit nicht empfangen", sagt ein Transnet-Funktionär.
Norbert Hansen brachte mit seinem Wechsel von der Transnet zur Deutschen Bahn etliche Gewerkschaftsmitglieder in Rage. (© Foto: AP)
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Hansen, 56, erntet dieser Tage mal wieder den Zorn seiner Kollegen von einst. Es ist nicht nur der Wechsel Hansens von der Gewerkschaftsspitze ins Management eben jenes Unternehmens, mit dem er als Gewerkschafter eigentlich hätte hart kämpfen müssen. Inzwischen geht es auch noch um großzügige Boni, die der komplette Bahnvorstand einheimsen soll, wenn das Unternehmen an die Börse geht.
Gerade im Fall Hansens ist das heikel. Schon als Gewerkschafter war er glühender Anhänger des Bahn-Börsenganges, intern galt er als wichtigster Mitstreiter von Vorstandschef Hartmut Mehdorn. Damit, so hoffte Hansen, ließe sich die Struktur des Unternehmens zementieren. Schienennetz und Schienenverkehr blieben eine Einheit, die Bahn wäre weiter groß genug, um die Existenz gleich dreier Bahngewerkschaften zu rechtfertigen. An der Basis war die Stimmung anders. Die meisten Bahner wollten den Staatsbetrieb erhalten; vor der Privatisierung hatten viele Transnet-Mitglieder Angst. Aber sie vertrauten Hansen - und trugen den Kurs mit.
Ein Verdacht
Dass er nun als Bahnvorstand eine Tantieme für einen Börsengang erhält, den er nicht als Personalvorstand, sondern als Gewerkschafter vorbereitet hat, erscheint vielen als der blanke Hohn. "Es bestärkt den Verdacht, dass es immer nur um Geld gegangen ist", sagt ein Transnet-Kollege. Ein führender Gewerkschaftsfunktionär schimpft, für die geplanten Bonuszahlungen an den Bahnvorstand "haben wir überhaupt kein Verständnis".
Das Verhältnis zwischen Transnet und Hansen ist ohnedies zerrüttet, seit der ehemalige Gewerkschaftschef im Frühjahr direkt nach Amtsantritt als Personalvorstand vorschlug, bei der Bahn weiter zu rationalisieren. Die Bahn könne einiges von der Konkurrenz lernen, wo ein Lokführer auch mal Zugabteile aufräume und am Bahnhof anpacke, sagte er damals. Sollte es sein Ziel gewesen sein, noch das letzte Transnet-Mitglied gegen sich aufzubringen, dann ist er schon nah dran. An die 1000 Mitglieder haben die Gewerkschaft seither verlassen.
Lesen Sie weiter, warum Hansens Nachfolger bei der Transnet in Bedrängnis gerät.
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Aber mal eine ganz andere Frage, was muß eigentlich noch alles passieren, damit das letzte Mitglied bei der Transnet das Licht ausmacht? Wer hält aus welchen Gründen noch zu diesen s.g. Gewerkschaftsbossen?
Ähnliches gilt für den DGB.
Wann endlich schaffen wir hier in Deutschland griechische Verhältnisse mit einem Generalstreik, wo man dieser Abzockerelite endlich einmal zeigt, daß auch Ihr Leben viele Hände benötigt und sie ohne zufriedene Kunden, Wähler und Mitglieder ein Nichts sind.
Das diese "Elite" noch so tolle Powerpoint Präsentationen vorlegen kann, ohne die Steuerzahler, ohne die verantwortungsbewußten operativ Tätigen läuft hier nichts im Lande. Mit Powerpoint Präsentationen ist noch kein Brot gebacken worden.
Ja, auch ich muß mir dabei selbst an die Nase packen, daß neben dem Verdienen von Steuern mir leider zu wenig Zeit bleibt.
Zitat: "Wo sind die Vertreter der Bürger ?" Die sitzen schon mit am Tisch, wenn über die Bahnprivatisierung gesprochen wird, in der Person von Verkehrsminister Tiefensee.
Aber am Tisch sitzen auch Arbeitnehmervertreter in Form von Transnet-Gewerkschaftlern.
So steht es zumindest in den Arbeitsplatzbeschreibungen der Herrschaften.
Soweit die offizielle Zusammensetzung dieser Runde.
Wenn man aber die offizellen Ämter der Herrschaften nicht kennt, sondern sie nur nach ihren Taten bewertet, muß ich Ihnen zustimmen. Man sieht weder einen Arbeitgeber- noch einen Volksvertreter am Verhandlungstisch. Nur Menschen mit viel Gier, die das an sich bringen wollen, was andere bezahlt haben, ohne Gegenleistung.
Wäre einmal interessant herauszufinden, ob man diese Herrschaften aufgrund dieser Verhaltensweisen ganz offieziell Diebe nennen könnte. Aber das müßte ja unsere Justiz entscheiden und ob die ihre Stellenbeschreibung kennt wage ich oft auch zu bezweifeln.
Ein Hoch auf die Pseudo-Gewerkschaft Transnet, ein Hoch auf die DGB-Kuschelgewerkschaften, die nicht gegen die Arbeitgeber verhandeln, sondern massiv gegen die eigenen Leute feuern und echte Gewerkschaften wie die GDL unter Druck setzen. Ein Hoch auch auf die SPD, deren Mitglied Hansen ist: Kein Wunder, denn in dieser Partei finden sich all diejenigen, die die Bahn in den letzten Jahren zugrunde richten und alle, die den Bahnmitarbeitern schwer zusetzen: der SPD-Freund Mehdorn, der Wichtigtuer Tiefensee, der Judas Hansen, der Nachfolger Krauße: Mir wird schlecht, wenn ich diese ganze Truppe sehe!
Das ist doch alles nicht überraschend und leicht durchschaubar:
Was für Siemens die AUB, war und ist für die Deutsche Bahn Transnet, nämlich eine gesponserte "Gewerkschaft", die die Interessen der sie bezahlenden Arbeitgeber vertritt.
Wer jetzt noch bei Transnet ist, will gerne weiter vom Bahnvorstand gesponsert werden und dafür auch Selbstbedienung des Bahnvorstandes (und alles andere was der Bahnvorstand will) durchwinken. Dafür ist Transnet doch da !
Alles klar ...
für gute Arbeit gutes Geld. Richtig aber das ist die schlechteste Arbeit die je ein sogenannter Bahnvostand gemacht hat. Er will die Bundesbahn, die wir Bürger bis dato bezahlt haben, um ein Butterbrot verscherbeln damit er und seine Jasager Millionen einschieben können. Die sollen ihre Arbeit gut machen und damit OK, diese Politiker und der gesamte Bahnvostand verdienen Kohle genug und damit ist genug. Die dürfen keinen Cent mehr bekommen für ihre mangelhafte Arbeit und fertig. Der Müller soll seinen Hut nehmen samt Mehdorn und Brunnhuber, die wollen alle nur eines Abzocken und dann verschwinden. Wo sind die Vertreter der Bürger ? ich seh keinen einzigen.
Paging