Der Sportausrüster Adidas ist Sponsor der Olympischen Sommerspiele in Peking, sieht sich politisch aber nicht in der Pflicht.
Der Sportausrüster Adidas gibt sich als Sponsor der Olympischen Sommerspiele in Peking unpolitisch. "Wir lassen uns nicht in moralische Haftung für einen Zustand nehmen, den wir weder herbeigeführt noch zu verantworten haben", sagte Vorstandschef Herbert Hainer auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Fürth in Anspielung auf die umstrittene Tibet-Politik der chinesischen Regierung.
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Adidas nehme die Debatten über Olympia sehr ernst, könne aber keine politischen Krisen lösen. Am Rande des Aktionärstreffens gab es friedliche Proteste einiger Sportler aus Tibet.
Schon in den vergangenen Wochen hatte Hainer Forderungen von Nichtregierungsorganisationen zurückgewiesen, Adidas müsse sich als einer der Olympia-Hauptsponsoren zu Menschenrechtsfragen in China äußern.
Auch von einem Boykott der Spiele riet der Manager ab. Nun betonte Hainer, Adidas engagiere sich in China auf seine eigene Weise für die Mitarbeiter in den Zulieferbetrieben.
Dabei gehe es um Bildung, Gesundheit, Umwelt und soziale Standards, die "sehr deutlich über dem Niveau des Landes liegen".
Adidas, die Nummer zwei der Branche hinter Marktführer Nike, ist der offizielle Partner der Olympischen Spiele für Sportbekleidung. Der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach rüstet nicht nur Freiwillige und Funktionäre aus, sondern auch 16 Olympia-Mannschaften, darunter Deutschland und China.
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Also wen sollte diese Aussage von Adidas wundern? Die haben doch noch nie moralisch oder ethisch oder sonstwie verantwortungsbewusst gehandelt.
Seit Jahrzehnten steht die Firma in der Kritik, jeder regt sich auf, aber es ändert sich nichts! Ich habe längst aufgehört mir Produkte von denen zu kaufen, vielleicht sollten das andere auch endlich tun. Aber dazu muss erst jeder Konsument erfahren wie Adidas handelt, nämlich so: http://www.inkota.de/wm2006/teamgeist.htm
Leider fehlt es dem lieben Herbert an Mut. Er umschreibt nebulös das, was das Credo der Börse ist: pecunia non olet. So unschön und unpassend wie das aber jetzt klingen mag, hier hat er recht damit. Es ist nicht seine Aufgabe noch die anderer Sponsoren, die Hausaufgaben zu erledigen, die der Politik zustehen.
Doppelzüngig wird es da mit den Standards der Schnürsenkelproduzenten selber. Sich beweiihräuchern zu lassen für die Standards, für die er daheim weggesperrt würde, ist mindestens deplaziert.
Sie meinen bei den Sportartikeln existiert ein Zusammenhang zwischen Herstellungskosten und Verkauspreis? Träumer!
Wenn die Herstellungskosten (bei "Markenartikeln") wesentlich mehr als 1% vom Verkauspreis betragen sollten, würde mich das doch sehr wundern.
Warum sollte Adidas moralische bedenken gegenüber China haben? Sie stellen seit Jahren einen großen Teil ihrer Produkte in China her. Die Konsequenz aus der "morailschen Haftung" wäre ergo, dass Adidas auf andere Produktionsländer ausweichen müsste. Und wir ach so moralischen Deutschen wollen doch weiter unsere Sonderpreise für Markenartikel haben - oder?