Adidas-Chef "Die Idole sind heute global"

Auf der Papierrolle: Adidas-Chef Kasper Rorsted bei einem Besuch der Süddeutschen Zeitung.

(Foto: Matthias Ferdinand Döring)

Kasper Rorsted über immer mehr Geld im Sport, Investoren im Fußball und warum er sich gut vorstellen kann, ein DFB-Pokalfinale statt in Berlin in Shanghai auszutragen.

Interview von Caspar Busse und Uwe Ritzer

Seit gut einem halben Jahr ist der Däne und frühere Henkel-Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted, 55, Chef des zweitgrößten Sportausrüsters Adidas. Zeit für ein Gespräch über das Geschäft mit dem Spitzensport und die Zukunft der boomenden Sportartikelbranche.

SZ: Herr Rorsted, im Sport geht es um immer gewaltigere Summen. Macht das viele Geld irgendwann den Sport kaputt?

Kasper Rorsted: Nein, aber das Geschäft mit dem Spitzensport globalisiert sich. Die Digitalisierung hat alle Grenzen aufgehoben. Die Anhänger von Bayern München beispielsweise sitzen heute ...