Kein deutscher Autohersteller leidet so sehr unter der Finanzkrise wie Opel. Doch die Tochter des angeschlagenen US-Multis General Motors profitiert nun besonders von der neuen Abwrackprämie.
Wegen der neuen Abwrackprämie kann sich Opel offenbar über einen Kundenansturm erfreuen.
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Opel-Autohaus in Berlin: Die Abwrackprämie hat der zuletzt kriselnden Automobilindustrie einen Aufschwung beschert. (© Foto: ddp)
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Insgesamt liege das Plus bei den Privatverkäufen bei 30 Prozent, bestätigte Opel-Sprecher Jörg Schrott am Donnerstag einen Bericht der Bild-Zeitung vom selben Tag.
Die Verkäufe im Januar würden sich mit Verzögerung dann auch in den Zulassungsstatistiken widerspiegeln. Zur Gesamtzahl der Autoverkäufe - einschließlich der wichtigen Geschäftskunden - wollte der Sprecher keine Angaben machen.
Angesichts der Abwrackprämie sei vor allem die Nachfrage nach kleinen Autos hoch. "Da ist Bewegung im Geschäft", sagte Schrott. So liegen die Verkaufszahlen des Opel Corsa 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Opel-Marketingchef Alain Visser sagte der Zeitung: "Die Umweltprämie ist ein Silberstreif am Horizont. Besonders im Kleinwagensegment konnten wir kräftig zulegen."
Dreimal so viel wie im Vorjahr
Deutschlandweit wurden den Angaben nach im Januar dieses Jahres 1111 Stück verkauft. Das seien dreimal so viele wie im Vorjahresmonat (Januar 2008: 340 Fahrzeuge). Der Corsa legte dem Bericht zufolge um 15 Prozent von 6040 auf insgesamt 6954 verkaufte Fahrzeuge zu.
Die Abwrackprämie für Altautos nützt nicht nur den Käufern von Neuwagen, sondern auch dem Staat. Sobald das neue Auto mindestens 13.500 Euro koste, nehme der Staat über die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent mehr ein, als er für die Abwrackprämie ausgebe, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, der Bild-Zeitung.
Das Bundeskabinett hatte die Abwrackprämie Ende Januar gebilligt. Den Bonus von 2500 Euro erhalten alle Autokäufer, die ab dem 14. Januar ein neues Auto oder einen Jahreswagen gekauft oder einen Leasing-Vertrag über einen Neuwagen abgeschlossen haben. Im Gegenzug müssen sie ihr mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten.
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(sueddeutsche.de/pak/mel)
Großprojekte in Berlin
Und wieviele 30 Jahre alte Golf fahren heute noch?
Das ein 30 Jahre alter Golf weniger verbraucht mag sein - er wiegt deutlich weniger damals noch nicht entwickelte/vorgeschriebene Sicherheitsaussstattung (Airbags, Knautschzonen, ABS...) schlicht fehlt.
Die meisten Fahrzeuge die durch die Abwrackprämie von der Strasse kommen sind jedoch zwischen 10 und 12 Jahre alt - und die verbrauchen (bei ähnlicher Ausstattung) deutlich mehr als ein neues Fahrzeug. Wer verschrottet schon einen Oldtimer über 30 Jahre?
Wo sie Recht haben ist die Tatsache das die Herstellung eines Fahrzeugs den grössten Anteil am Energieverbrauch und damit die grösste Umweltbelastung im Lebenszyklus darstellt - folgt man aber dieser Argumentation bis zum Ende dann können Sie z.B, die Hybridfahrezeuge gleich wieder einmotten. Die haben deutlich höhere Energiekosten in der Herstellung als ein konventioneller Antrieb.
Und ums auf die Spitze zu treiben - dann könnte man auch die alten Atomkraftwerke ewig weiter laufen lassen. Die stehen schon - eine neues regeneratives Kraftwerk muss gebaut werden und verursacht bei der Herstellung Energieverbrauch= Emmissionen...
Für die Umwelt ist die Prämie eine Riesenkatastrophe.
Die meiste Energie-, Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß verursacht ein Auto durch die HERSTELLUNG.
Außerdem verbraucht ein 30 Jahre alter Golf WENIGER, als einer aus dem Jahr 2009.
So gesehen wäre es eine Umweltprämie gewesen, wenn man moderne Filtersysteme, Katalysator- und Dieselnachrüstung stärker gefördert hätte, das wäre ein Riesengeschäft für die Werkstätten, aber man wollte ja nur den Großkonzernen helfen...
Das wäre ökologisch zumindest bedeutend sinnvoller, als jemanden zu zwingen, ein funktionsfähiges Fahrzeug zu entsorgen. Ich habe schon einmal die Frage gestellt, wieso überhaupt der Erhalt des Geldes an eine Verschrottung und nicht nur an einen Neukauf geknüpft wurde.... Fiskalpolitisch entsteht erst einmal kaum ein Unterschied. Man hätte nur weniger bürokratischen Aufwand und sogar einen höheren Hebel...
@Coffeshop: "gerade für leute, die sich nur einen kleinen gebrauchten leisten können, werden die Preise extrem anziehen. "
Btw: ich glaube auch nicht, daß alle die alten Autos tatsächlich verschrottet werden.. viele davon tauchen wohl in Osteuropa wieder auf. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für betrügerische Händler und Autoschieber, mit freundlicher Unterstützung vom deutschen Steuerzahler...
Wikipedia hilft Ihnen weiter. Dafür gibts das Internet ja...
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