Das hat es seit der Wiedervereinigung nicht gegeben: Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Fahrzeugverkäufe um knapp 25 Prozent gestiegen.
Einzig dank der Abwrackprämie ist der Konsum in Deutschland im ersten Halbjahr minimal gestiegen.
"Die Umweltprämie ist bis jetzt die wirksamste Maßnahme des Konjunkturpakets II" - behauptet IG-Metall-Chef Berthold Huber. (© Foto: dpa)
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Die Verbraucher hätten für neue Autos etwa 36 Milliarden Euro ausgegeben, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Das ist knapp ein Viertel mehr als im Vorjahr.
"So stark haben die Autoverkäufe noch nie seit der Wiedervereinigung zugelegt", sagte ein Statistiker.
"Wirksamste Maßnahme"
"Diese Käufe haben damit einen wesentlichen Beitrag zur Binnennachfrage geleistet." Der private Verbrauch sei deswegen von Januar bis Juni um 0,1 Prozent gestiegen, um Preisveränderungen bereinigt habe das Plus bei 0,2 Prozent gelegen. Die Autos herausgerechnet sei der Konsum dagegen um ein Prozent geschrumpft, preisbereinigt um 0,9 Prozent.
Der Absatz von Autos schwankt seit Jahren beträchtlich. Den bisher stärksten Rückgang gab es 1993, als der Fahrzeug-Umsatz nominal um 17,4 Prozent einbrach.
"Die Umweltprämie ist bis jetzt die wirksamste Maßnahme des Konjunkturpakets II", erklärte IG-Metall-Chef Berthold Huber zu den Zahlen. Durch den staatlichen Bonus seien 200.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie vor Kurzarbeit oder Entlassungen gerettet worden.
Zugleich forderte Huber die Politik auf, den technologischen Wandel in der Autobranche zu gestalten. "Wir müssen heute etwas tun, damit wir morgen nicht die Scherben aufkehren." Die Bundesregierung hatte vergangene Woche beschlossen, die Entwicklung von Elektroautos mit mehr als 500 Millionen Euro zu unterstützen, die Union stellte zuletzt eine Aufstockung dieser Mittel um eine Milliarde Euro in Aussicht.
Damit soll Deutschland zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet werden. Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein.
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(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/mel)
Umstrittenes Anti-Piraterie-Abkommen
leider weder sozial noch ökologisch vernünftig. Aber sicher unglaublich wirkungsvoll. Ja, so funktioniert das. Ganz nach Keynes.
@ Heinrich2006
Der ÖPNV hat bereits bewiesen, dass Nachfrage durch ein entsprechendes Angebot entstehen kann.
Diese wenig ansehlichen Dreiräder, die kaum schneller als ein regelmäßiger Radfahrer unterwegs sind, sind selbstverständlich keine Alternative für
- eine Mutter, die 2 Kinder zur Schule fährt
- einen Vertriebler, der täglich mindestens 2,5 Std. im Auto unterwegs ist
- jeden der mehr als einen Kasten Wasser transportieren will
- etc.
Elektroautos, die konkurrenzfähig sein wollen, müssen die gleichen Annehmlichkeiten wie aktuelle Verbrennungsmotorgetriebene mit sich bringen. Das dies kein Problem ist zeigt sich an vielen Beispielen, vor allem aber der Testwagenserie von GM in den 90er Jahren. Aber auch elektrisch (aktuell noch per Oberleitung) betriebene Busse oder Sportwagen wie der Tesla Roadster zeigen, dass es bereits jetzt möglich ist.
@ Alexander M.
Sie irren. Besagte GM Testreihe war voll funktionstüchtig und es handelte sich um das, was alle als "normales" Auto empfinden. Einzig das "tanken" stellte ein Problem dar.
Nissan und Renault werden bereits ab dem nächsten Jahr modifizierte Serienmodelle mit Elektroantrieb ausliefern.
Ihre Gleichung vergisst einige Variablen, allen voran Abwärme. Ein Elektromotor verbrennt nichts. Elektroautos werden bei Nichtbenutzung geladen, sprich häufig nachts, wenn Kraftwerke ohnehin weniger ausgelastet sind.
Berechnungen von Elektro-Enthusiasten beziffern den Mehrbedarf an Elektrizität auf 6% wenn ALLE Fahrzeuge elektrisch betrieben werden. Für Ihre Gleichung runden wir großzügig auf 10%. Wenn jedes Jahr 10% der Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren ersetzt würden, so würde dies gerade einmal 1% erhöhten Strombedarf bedeuten!
10% (großzügig aufgerundet) erhöhter Strombedarf durch den Transport auf der einen Seite und Einsparungen durch energieeffizientere Geräte auf der anderen. Ich würde mich nicht einmal wundern, wenn das Austauschen der Glühlampen und alter Kühlgeräte, Spühl- und Waschmaschinen, sowie Trocknern dies mehr als kompensieren könnte.
@ harald.besinger
Hybridautos sind keine Lösung. Sie verzögern nur das Problem.
ich wäre dafür, dass audi bmw porsche und mercedes elektrofahrräder bauen, diese dann per abwrackprämie für altfahrräder bezuschusst werden. dann hätten die drei premiumhersteller auch von der prämie profitiert (darum geht´s doch). mit den dingern kann man im nahverkehr nämlich echt stressfrei schnell und weit fahren... :-)
Natürlich wurde mit der Abwrackprämie Konsum generiert. Das ist doch keine Nachricht!
Und wer redet davon, dass der Markt nun weitgehend gesättigt wird und das böse Erwachen spätestens im komenden Jahr für Katerstimmung sorgen wird?
Ich habe schon vor über zehn Jahren erlebt, wie Mercedes-Benz seine NEC(no emmission car)-A-Klasse bei jeder sich bietenden Gelegenheit präsentierte. Was ist daraus geworden? Bis heute nichts. Und Maßnahmen wie die Abwrackprämie verleiten die Autobauer doch nur zum Weiter-So.
Deutschland Weltmarktführer bei Elektro-Autos? Das bisher einzige serienmäßige Elektro-Auto stammt von Mitsubishi (mit der Firma war Daimler einst verbandelt), der Marktführer bei Hybrid-Autos heißt Toyota. Deutsche Produkte? Fehlanzeige.
Es gibt noch keine Elektrofahrzeuge, die den nötigen Nutzen erbringen. Alles was dar ist, sind Versuchsfahrzeuge, die im Alltag nur schwer zu nutzen wären.
Und wenn man so schnell einen Umstieg von Öl auf Elektrizität durchzieht, so wird man feststellen, dass es keine Probleme löst, weil auf der anderen Seite der Gleichung etwas fehlt. Die höhere Nachfrage an Energie, würde die Strompreise so dermaßen in die Höhe schießen, dass man auch daran die Lust verlieren würde (keine Nachfrage und deshalb auch kein Angebot).
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