Förderung fatal: Es wäre besser gewesen, die Abwrackprämie ganz auslaufen zu lassen - dann hätten die Autohersteller auch im kommenden Jahr bessere Perspektiven.
Gäbe es in diesem Jahr nicht die zahlreichen Wahlen - die Abwrackprämie wäre sicher nicht verlängert worden. Eigentlich kann sich der deutsche Staat weitere Schulden in Milliardenhöhe für zweifelhafte Konjunkturanreize nicht leisten. Doch die Union will ihre Wähler nicht verschrecken, und die SPD, bekanntlich die Erfinderin dieser Konsum-Droge, schon gar nicht.
Nur noch Schrott: Alte Autos auf der Halde. (© Foto: ddp)
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Das Unbehagen der Merkels, Steinmeiers und Steinbrücks lässt sich allein an der Tatsache ablesen, dass die Prämie vom Sommer an nicht mehr in voller Höhe von 2500 Euro, sondern nur noch zur Hälfte gezahlt werden soll. Mit mindestens fünf Milliarden Euro unterstützt die Bundesregierung den ökologisch fragwürdigen Kauf von Neuwagen und trägt so dazu bei, dass die deutschen Hersteller von Klein- und Mittelklassefahrzeugen 2010 in eine mutmaßlich schwere Krise geraten.
Es wäre besser gewesen, den Bonus auslaufen zu lassen. Denn dann hätten diese Produzenten auch im nächsten Jahr die Aussicht, ihre Modelle zu verkaufen. Je länger die Prämie gezahlt wird, desto schlechter wird die Lage der Branche im nächsten Jahr.
Und ganz nebenbei packt die Bundesregierung bereits ihr drittes Konjunkturpaket, auch wenn sie das allüberall lautstark bestreitet. Die Verlängerung der Prämie ist der erste Schritt. Im Laufe des Jahres dürften die Regelungen zur Kurzarbeit verlängert, Hilfen für Banken und Unternehmen notfalls aufgestockt werden. Müsste ein EU-Staat vor dem Staatsbankrott gerettet werden, würde das Abermilliarden kosten. Die Rechnung erhalten die Bürger in wenigen Monaten. Nach der Bundestagswahl wird es wohl keine Prämien mehr geben, dafür aber vermutlich höhere Steuern. höl
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(SZ vom 03.04.2009/mel)
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noch früh genug. Der Staat hat 5 Mrd. Schulden mehr, und nach auslaufen der Prämie ist das Auftragsloch noch größer als es vorher war. So viel zum Sinn und Unsinn dieser Prämie. Um die Wirtschaft wieder Gesunden zu lassen, müßen erst ein paar Schritte zurück gemacht werden.
Prämie hin oder her; wenn Frau Künast aber heute in einem Interview in einem (!) Atemzug Ihre Ablehnung damit begründet, dass die prämien-geblendeten Autokäufer die nachfolgenden Ratenzahlungen nicht überblicken können aber intelligent genug sind, die ökologische Fragwürdigkeit der Prämie zu erkennen, frage ich mich, wann wird diese Politikerin endlich abgewrackt?
Klar dürfte sein, daß unterm Strich und über die Zeit mit Hilfe der Wegwerfgesellschaftsprämie kein einziges Auto MEHR verkauft worden sein wird, ist dieses ganze Gerede von "MwSt" und "wieder reinholen" nur Ausdruck profunder Ignoranz. Und davon, daß die ReGIERung wohl recht hat, wenn sie die, die sie gewählt haben für ein wenig dümmlich hält.
Zweifellos wird sich die Weltwirtschaft erholen, wahrscheinlich schneller als uns ein Großteil der "weisen" Schwarzseher und vor allen der sich übertrumpfenden Medien glauben machen will.
Bis sich allerdings die Belebung des Exports aller Güter so niederschlägt, daß die Käufer von Autos mittlerer und gehobener Klasse ihre Zurückhaltung aufgeben wird es ein paar Quartale dauern.
Was die Abwrackprämie angeht, ist der Mitnahmeeffekt doch unübersehbar, was da gekauft wird wäre heuer oder spätestens nächstes Jahr sowieso gekauft worden, schlechtestenfalls als höherklassiger Gebrauchter. Dieser Kundenkreis ist einfach für die nächsten Jahre weg vom Markt, das fängt auch der Weltmarkt nicht auf, insbesondere weil dort, wenn schon aus unserer Produktion andere Klassen gefragt sind.
Für viele, die nicht "abwracken" können brechen die Gebrauchtwagenpreise ein, weil als höherklassiges Modell nicht nachgefragt, also Neukauf zurückgestellt, auf unbestimmte Zeit. Die vernichteten "Abgewrackten" fehlen dem Gebrauchtwagenmarkt, all denen die mal ein billiges Gefährt z.B. für den Winter oder zur Überbrückung brauchen, das verrückte dabei ist ja das Autos dabei sind die deutlich mehr wert sind als die 2500 Euro. Lieber schlecht abwracken als dem Staat was geschenkt, das ist Vernichtung von Staatsgeldern. Aber unsere Politiker kennen ihre Michel - Freibier!
... es ist volkswirtschaftlicher dadaismus, wenn man das pulver für veraltete produkte - die also der markt nicht haben möchte - in einer eher schwierigen und wirtschaftlich angespannten lage verballert. die mit zeitlicher verzögerung steuermindereinnahmen schaden sowohl der nächsten generation (als auch die bezahlung von zig konjunkturpakten) als auch der jetzigen; man denke da nur mal an die nächste tarifverhandlung im öffentl. dienst oder die zu mickrig ausfallenden rentenerhöhung.
rua123, sie erkennen die menschen, die jetzt skandal rufen, weil sie bei der zögerlichen unterstützung der automobilindustrie in dieser krise vor wochen auch schon skandal gerufen haben.
j.
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