Alles neu bei der Abwrackprämie: Seit Montag kann das Staatsgeld ausschließlich per Internet beantragt werden - wenn nur die Website funktionieren würde.
Die Internetseite für den neuen Antrag zur Abwrackprämie ist gleich zum Start zusammengebrochen. "Teilweise kommt man nicht auf die Seite, teilweise funktioniert das Ausfüllen nicht", sagte eine Sprecherin des zuständigen Amts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das Problem habe wohl von Anfang an bestanden. "Wir versuchen, das zu lösen", sagte die Sprecherin. Allerdings liege die seit Montag für die Beantragung nötige Internetseite ump.bafa.de auf dem Server eines externen Unternehmens. Der Server des Amtes selbst funktioniere.
Die Internetseite hängt - Kunden können die Abwrackprämie derzeit online nicht beantragen. (© Foto: ddp)
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Das BAFA weiß der Sprecherin zufolge noch nichts Näheres über die Gründe. Daher sei auch noch nicht abzusehen, wann die neue Seite funktioniere.
Entsprechend wütend sind Händler und Kunden. Der Sprecher der deutschen Opel-Händler etwa, Paul Ebbinghaus, äußerte sich empört über die Computerprobleme. "Meine Mitarbeiter versuchen seit acht Uhr vergeblich Reservierungen zu buchen", sagte Ebbinghaus, der ein Autohaus in Dortmund leitet: "Wir haben hier insgesamt 600 Anträge liegen."
Sechs Monate Zeit
Antragsteller müssten eigentlich seit Montag eine Maske im Internet ausfüllen, der eine Kopie des Kauf- oder Leasingvertrages oder der rechtsverbindlichen Bestellung über das Neufahrzeug im pdf-Format anzuhängen ist. Das BAFA will so genau verzeichnen, wann welcher Antrag einging, um dem Autokäufer einen Platz in der Reihenfolge der Bearbeitung zu reservieren.
Ab dem 16. April sollen die Autokäufer einen Reservierungsbescheid erhalten, der die Prämie zusichert. Dann bleiben sechs Monate Zeit, alle weiteren Unterlagen beim BAFA einzureichen. Das Geld wird aber nach wie vor erst gezahlt, wenn die Zulassung des neuen Wagens und die Verschrottung des alten nachgewiesen sind.
Vergangene Woche hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier geeinigt, die Abwrackprämie für Altautos aufzustocken. Bisher standen 1,5 Milliarden Euro für die Prämie bereit. Dies reicht für rund 600.000 Anträge. Spätestens Ende 2009 soll der Anspruch auslaufen.
(sueddeutsche.de/AP/tob/hgn)
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"Dieser Blödsinn wird in die Geschichte eingehen."
Glaub ich nicht, genausowenig wie Frank-Walter Steinmeier, der die Idee einbrachte deswegen der nächste Kanzler wird. Der Steinmeier hat die Idee ja auch nur von einigen Südländern der EU geklaut. Aber diese Länder knüpften die Verschrottungspräme wenigstens noch an bessere Verbrauchswerte, bzw. CO2-Emmission. Daß dieser Blödsinn nun wieder EU-weit kam, geht auf einen gewissen EU-Industriekommissar Günther Verheugen zurück. Und damals war noch Glos Wirtschaftsminister, der dabei mitmachte.
Leute so blöd sind und ihre Werte für lausige 2500 EUR in die Presse stellen und noch dafür bezahlen, daß sie eigentlich wertvolles Altmetall weggeben dürfen, werden diese Pfeiffen schon wieder wählen. Keine Angst. Es geht weiter mit CDU/SPD.
Voller Stolz auf Ihre Gewitzheit werden sie dann mit ihren importierten neuen Dacias, die bis dahin schon wieder 1000 weniger wert sind, im September zum Wahllokal rollen und zielsicher ihr Kreutzchen bei diesen Parteien machen. So sind sie halt, die Schnäppchenjäger. Wenn Gier die oberste Direktive ist, braucht man bei dieser Sorte nur mit Geldscheinen wedeln und schon setzt der Verstand aus.
Erst am Samstag habe ich bei einem kleinen Mittelstandsbetrieb folgenden Satz gehört:"Die Leute können das Wort "Abwrackprämie" schon nicht mehr hören!" Und das geht eben nicht nur "den Leuten" so, sondern auch den Händlern. Gerade das Gebrauchtwagensegment oder aber auch Händler von Autobetrieben, deren Angebote nicht oder kaum relevant mit der Abwrackprämie bedient werden können schimpfen aus allen Rohren und das zu Recht! Es ist und bleibt eine Wettbewerbsverzerrung die zugunsten der Großkonzerne geht, allen voran in Übersee Ost wie West und der heimische Binnenmarkt, nicht nur in Deutschland bleibt auf der Strecke. Ich kann nur für die Regierung und deren Nachfolger hoffen, dass nicht mal diese Großkonzerne zufällig ihre Standorte aus Deutschland rausverlegen. Dann ist nämlich niemand mehr da, der das auffangen könnte, weil vorher der Mittelstand abgesägt wurde! Ich erwarte und da bin ich sicher einer von Millionen, der das erwartet, dass in Berlin Politik für das gesamte Volk und für alle Betriebe gemacht wird und nicht nur für die oberen fünf Prozent. Der Autokäufer heute schnallt das freilich nicht. Der ist glücklich mit seiner Prämie ein vermeintliches Schnäppchen gemacht zu haben. Doch die Folgen die die Gesamtwirtschaft treffen, treffen auch den Autokäufer von heute! Die Abwrackprämie wird nämlich wie andere derartige Programme nach der Wahl mit neuen Steuererhöhungen finanziert, wo wir dann alle kräftig nachzahlen dürfen. Wahlkampf kostet...
Ja, nee, is klar.
Die Abwrackthematik braucht mal wieder einen Spin. Als die Verlängerung verkündet wurde, jubelten die WDR2-Nachrichten und untermauerten das mit gänzlich befürwortenden Stellungnahmen von Autohändlern (welche Überraschung!) und Passanten, die das natürlich auch alle super fanden. Anders lautende Meinungen? Fehlanzeige.
Gestern dann die Meldung, dass der Server wegen der wahnsinnig hohen Nachfrage platt sei. Aber unter der Adresse blablabla, die vollständig verlesen wurde, sei noch etwas möglich.
Wie schon am Wochenende vor dem ersten Beschluss drängt das Thema wie von Geisterhand in die Medien. Saubere Arbeit. Aktuell steht die Höhe des Nachschlags zur Debatte. Viel Arbeit für die Spin-Doktoren und ihr Märchen vom Bürger, der vor Kauflust schier am Rad dreht.
Das "Theater" mit der Prämie ist ja leider kein "bedauerlicher Einzelfall", sondern mittlerweile Standard. Seit langem ist die Aktivität unserer Politiker nur mehr Aktionismus, nicht mehr Aktion. Um ja der erste zu sein, der zitoert wird, verkündet man unausgegorene Ideen, bastelt über Nacht Gesetze und Verordnungen, die an der Realtät oder am Bundesverfassungsgericht scheitern, bessert im Wochenrythmus nach und wirft alles über den Haufen, wenn man merkt, dass man mit Schwung und Elan in die falsche Richtung losgelaufen ist.
Man muss ja als Bürger schon fast Angst vor den Wochenenden haben, an denen sich wieder ein selbst ernannter Fachmann den nächsten Schwachsinn ausdenkt.
Obendrein versucht man dann, diese hastigen und schlecht durchdachten Korrekturen als Glanzleistung zu verkaufen.....Gut gemeint, aber das Gegenteil von gut gemacht!
Der durchsetzungsfähigste Intrigant bekommt das nächste frei werdende Amt, auf Fähigkeit kommt´s da nicht an. Und das einzig verwunderliche ist, dass alle Inhaber politischer Spitzenämter immer noch glauben, es gäbe einen Grund, sie wieder zu wählen.
Da ist so ein bisschen Dilettantismus bei der Umsetzung der Umweltprämie fast schon zum Lachen, wenn´s nicht insgesamt zum Heulen wäre.
Auch dieser Software-Schnellschuß ist Flickwerk wie alles, was von dieser Regierung kommt. Professionalität ist was anders...
PS: Wer schon Erfahrung hat z.B. mit der Software der Bundesanstalt für Arbeit, konnte sich eigentlich auf so etwas einstellen.
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