Die Biedenkopf-Kommission zur Reform der Unternehmensmitbestimmung überreicht heute ihre Vorschläge an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Vorsitzende der Kommission, der ehemalige sächsische Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) wird einen Abschlussbericht vorlegen, der nur die Empfehlungen der wissenschaftlichen Mitglieder enthält. Die Vertreter von Wirtschaft und Arbeitnehmern konnten sich in dem Gremium auf gemeinsame Empfehlungen nicht verständigen.

Die Kommission war noch vom früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eingesetzt worden mit dem Auftrag, die Mitbestimmung in Deutschland durch Weiterentwicklung „europatauglich“ zu machen.

Der DGB unterstützte das Gremium bis zum Schluss. Die Wirtschaft dagegen forderte eine Abkehr von der paritätischen Mitbestimmung hin zu einer Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von Aktiengesellschaften und warf der Kommission vor, sie sei ihrem Auftrag nicht gerecht geworden, Ideen für eine „moderne und europataugliche Weiterentwicklung der deutschen Unternehmensmitbestimmung“ zu entwickeln.

(dpa)