Apple will offenbar künftig auf einen Teil der iPhone-Umsätze verzichten - denn den Mobilfunk-Anbietern soll erlaubt werden, das Gerät deutlich zu subventionieren.

dpa, iPhoneBild vergrößern

Apple will scheinbar teilweise auf die Umsätze aus dem iPhone verzichten. Foto: dpa

Apple ändert nach Informationen der Financial Times sein Geschäftsmodell beim Vertrieb des Multimedia-Handys iPhone. Der US-Technologiekonzern werde künftig auf einen Teil der Umsätze mit dem Kulthandy verzichten und den Mobilfunk-Anbietern erlauben, das Gerät deutlich zu subventionieren, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

UMTS und GPS

Die Änderungen sollen die neue iPhone-Version betreffen, die am Montag vorgestellt werden dürfte. In der Branche gilt es als sicher, dass Apple-Chef
Steve Jobs ein iPhone mit Unterstützung der schnelleren Datenübertragung über UMTS-Netze präsentieren wird.

Apple hatte sich vor einem Jahr als erster Handy-Hersteller einen Anteil an den Umsätzen der Mobilfunk-Anbieter mit dem Gerät gesichert. Voraussetzung dafür war aber die Bindung an einen Netzbetreiber pro Land, die in der Praxis von zahlreichen Nutzern umgangen wird. Inzwischen weichte Apple das Geschäftsmodell auf. So soll es das Telefon in Italien bei zwei Anbietern geben.

Die meisten Fachleute rechnen außerdem damit, dass die neue Gerätegeneration Satelliten-Navigation (GPS) bieten wird. Jobs spricht zur Eröffnung der Apple-Entwicklermesse WWDC.

Das iPhone hatte zum Marktstart Ende Juni 2007 in den USA einen gewaltigen Medienrummel ausgelöst. Das US-Magazin Time wählte das Apple-Smartphone zur "Erfindung des Jahres 2007". Analysten gehen davon aus, dass Apple in diesem Jahr zwischen zwölf und 14 Millionen Geräte verkaufen wird.

Das kalifornische Unternehmen hatte sich selbst den Absatz von zehn Millionen iPhones im Jahr 2008 zum Ziel gesetzt.

164,55 €   0   0,00%  

Analyst Tim Bajarin, Präsident der Marktforschungsfirma Creative Strategies, geht davon aus, dass 80 Prozent der iPhone-Neuerungen nicht die Hardware, sondern die Software betreffen. "Apples Ziel ist es, den Entwicklern zu helfen, die Software-Strategie der Firma zu verstehen und sie zu ermutigen, Programme für den Mac und das iPhone zu schreiben", sagte Bajarin in einem Interview.

Im Vorfeld der Präsentation der zweiten iPhone-Generation haben Wettbewerber von Apple wie HTC, Samsung und LG neue Smartphones auf den Markt gebracht, die Designelemente des iPhone aufgegriffen haben und bereits die Turbo-Variante von UMTS (HSDPA) unterstützen.

Apple

164,55 €    0   0,00%   19.03.10  

WKN: ISIN: Typ: Branche:
865985 US0378331005 Aktie Computertechnik

(sueddeutsche.de/dpa/sg/mel)