Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter kritisiert die Tarifeinigung bei der Lufthansa scharf: Jetzt drohe der gesamten Luftfahrtbranche eine Krise.
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"Die Lohnerhöhung fällt sicher etwas hoch aus" - Chefvolkswirt Walter warnt zugleich vor einer Krise für die gesamte Luftfahrtbranche. Foto: dpa
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat die Tarifeinigung bei der Lufthansa als zu hoch und zu unflexibel kritisiert. Zugleich warnte er in der Passauer Neuen Presse vor einer tiefgreifenden Krise in der Luftfahrtbranche: "Die steigenden Energiepreise werden die Luftfahrt weiter belasten."
"Die Lohnerhöhung fällt sicher etwas hoch aus", sagte Walter - und plädierte zugleich für eine Reform der Tarifpolitik. "Die Löhne müssen stärker am Ergebnis der Unternehmen orientiert werden", forderte er. Die rund 34.000 Bodenmitarbeiter des Konzerns sollen rückwirkend ab Juli eine gestaffelte Gehaltserhöhung von insgesamt 7,4 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung erhalten. Ein gleicher Abschluss wird für das Kabinenpersonal angestrebt.
Walter forderte zudem, dass hoch qualifizierte Fachkräfte, die entscheidenden Anteil daran hätten, dass ihr Unternehmen Gewinne mache, auch gut entlohnt werden. Wer das versäume, schneide sich ins eigene Fleisch.
Neben den steigenden Energiepreisen belastete ein sich verschärfender Wettbewerb die Branche, sagte Walter weiter. "Der Branche droht eine tiefgreifende Krise. Wettbewerber aus dem Nahen Osten, aber auch Billigflieger, die rascher Lohnkosten senken können, werden zunehmend zur Herausforderung."
Verdi hatte seinen Forderungen mit einem tagelangen Streik Nachdruck verliehen. Bei Deutschlands größter Fluggesellschaft fielen in der Folge Hunderte Flüge aus.
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(Reuters/AP/cag)









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