Von Christoph Dernbach

Nach seinem Erfolg im Online-Musikgeschäft will Apple nun auch beim Verkauf von Kino-Filmen übers Internet seinem Hauptkonkurrenten Microsoft auf dem Weg in die Wohnzimmer zuvorkommen.

Apple-Chef Steve Jobs stellt den neuen iTV vor, mit dem Kino-Filme aus dem Internet heruntergeladen werden können. (Foto: Reuters)

Apple Computer und Microsoft haben sich in den vergangenen Jahrzehnten
immer wieder erbitterte Schlachten geliefert. Den Kampf um den weltweiten PC-Standard haben Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Leute in den achtziger und neunziger Jahren klar für sich entschieden.

Beim vergleichsweise jungen Online-Musikgeschäft hat dagegen Apple-Chef Steve Jobs mit seiner Truppe die Nase klar vorn. Nun liefern sich die beiden Hightech-Pioniere erneut ein Wettrennen. Apple will Kino-Filme online verkaufen und mit einem neuen "iTV" die Kluft zwischen TV und Computer schließen - und damit Microsoft auf dem Weg ins digitale Wohnzimmer zuvorkommen.

Apple bietet dem Branchenriesen Microsoft die Stirn

Steve Jobs hat in den vergangenen fünf Jahren mit dem sensationellen Erfolg des Musikplayers iPod und des Online-Ladens iTunes nicht nur die Unterhaltungselektronik-Branche und Plattenindustrie umgekrempelt, sondern auch erfolgreich Microsoft die Stirn geboten.

Mit 65 Millionen verkauften iPods dominieren die Kalifornier weltweit den Markt der MP3-Player, im Musik-Downloadmarkt hat Apple in den USA die Wettbewerber mit 88 Prozent Marktanteil deklassiert. Dieser Erfolg soll nach dem Willen von Steve Jobs nun auch auf das Thema TV und Film ausgedehnt werden.

Über 240 Programme per iTunes

Jobs erinnerte in San Francisco daran, wie iTunes vor knapp einem Jahr mit fünf TV-Shows des Disney-Senders ABC gestartet sei. Inzwischen verkaufen mehr als 40 Sender rund 240 Programme über iTunes.

Zum Start des Film-Angebots von Apple ist zunächst auch wieder nur Disney mit seinen vier Filmstudios mit dabei. "Weitere Studios werden an Bord kommen, wenn sie sehen, wie erfolgreich der iTunes Store mit Filmen von Disney und Pixar sein wird", sagte Jim Grossman von der US- Investmentgesellschaft Appleton.

vorherige Seite  vorherige Seite     1 | 2     nächste Seite   nächste Seite

ANZEIGE

mehr ...


Themen

Weitere Artikel in Wirtschaft

Leserkommentare (0)



Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.


 

Wer gehört zu wem? Wer gehört zu wem?
Wer wie und wo beteiligt ist

Bankenkompass Der Banken-Kompass
Helfen Sie Ihrem Geld!


Schreiben Sie es auf: Sparen? Kein Problem!

Börse für Newbies - machen Sie Ihr Gelddiplom!

Deutsche Bahn, Foto: getty
Fahrkarten, Sitzplatzreservierung, Bahncard 50 - alles wird ab Dezember teurer. Ist der Aufschlag gerechtfertigt?
Generation D, Grafik SZ
Wie bringen wir Deutschland voran? Ein Überblick über die besten Einfälle von Studenten der Generation D.
Opel, Getty
Das große Opel-Spezial - Hintergründe, Analysen, Kommentare und Bilder.
Arcandor, Karstadt, Reuters
Arcandor und der Kampf ums Überleben: Analysen, Kommentare und Hintergründe - hier im Spezial.
Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Manager, Geld, istock
Prämien in guten und schlechten Zeiten - ist das in Ordnung? Sagen Sie es uns!
Spitzengehälter
Muss Ihr Chef verdienen wie ein Popstar? Schreiben Sie es auf!
Kaufwut
Kaum gekauft und schon geärgert? Erzählen Sie!
Familienunternehmen; iStock
Die Familienunternehmen sind das Rückgrat der Wirtschaft. Eine Serie.
Sagen Sie mal ...
Ständig drängen sich in der Ökonomie große und kleine Fragen auf. Jetzt wollen wir Antworten haben!

ANZEIGE

Die großen Spekulanten
Kapitalismus in der Krise
Der Glaube an die Selbstregulierungskräfte des Kapitalismus ist längst verschwunden. Ein Spezial.