Der Anwalt Naujoks hilft Arbeitgebern, Unkündbare zu kündigen und Betriebsräte zum Rücktritt zu zwingen - mit Methoden, die Menschen zum Weinen bringen.
Screenshot fachseminare-naujoks.de
13.07.2007, 16:172007-07-13T16:17:00 CEST+0200
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Der Anwalt Naujoks hilft Arbeitgebern, Unkündbare zu kündigen und Betriebsräte zum Rücktritt zu zwingen - mit Methoden, die Menschen zum Weinen bringen.
Screenshot fachseminare-naujoks.de
Mitten im Gespräch fängt Carola Lange* zu schluchzen an, dabei liest sie nur Überschriften aus einem juristischen Fachbuch vor: "Systematischer Psychoterror des Arbeitgebers", "Strategisches Schikanieren des Arbeitnehmers", "Zwang zur Aufgabe des Arbeitsplatzes"- weiter kommt die Frau nicht.
Lange geht es schlecht. Einmal wollte sie sich schon das Leben nehmen, weil ihr Arbeitgeber sie unbedingt loswerden will. Ein halbes Dutzend Mal habe er ihr schon gekündigt, erzählt die Angestellte aus einer norddeutschen Großstadt. Bisher hat sie sich erfolgreich gewehrt.
Aber die ständig neuen Auseinandersetzungen sind zermürbend. Carola Lange hat Angst, vor der ungewissen Zukunft - und vor allem vor dem Rechtsanwalt, den ihr Chef engagiert hat: Helmut Naujoks.
Arbeitsrechtler gibt es viele in Deutschland, Helmut Naujoks ist ein ganz besonderer: Sein Ruf ist wie Donnerhall. Der Mann, der auf Fotos ebenso streng blickt, wie er sein Haar nach hinten kämmt, gilt als Spezialist für Kündigungen. Naujok polarisiert wie kein anderer aus der Zunft.
Manche Arbeitgeber sehen in dem großgewachsenen Schwergewicht einen letzten Nothelfer. Gewerkschafter wie die Stuttgarter Verdi-Sekretärin Christina Frank nennen ihn hingegen "einen brutalen Betriebsratskiller, dem jedes Mittel recht ist".
Der Arbeitsrechtler ist vielbeschäftigt; ihn persönlich für ein Interview zu treffen, sei auf absehbare Zeit unmöglich, sagt er am Telefon, "denn ich fliege dauernd kreuz und quer durch die Gegend." Helmut Naujoks ist 40 Jahre alt, betreibt seit 2000 in Duisburg eine Anwaltskanzlei und vertritt ausschließlich Arbeitgeber. "Aus innerer Überzeugung", betont er.
Obendrein erklärt er ihnen gegen eine Tagesgebühr von 995 Euro plus Mehrwertsteuer in feinen Hotels in München, Frankfurt, Köln oder Hamburg unter anderem, wie sie Betriebsräte sprengen können. Seit 1972 stellt das Betriebsverfassungsgesetz sie unter besonderen Kündigungsschutz.
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