Von Renate Heilmeier

Der Autobauer Ford stoppt seine Förderung von Medien mit homosexuellen Zielgruppen - und gibt damit dem Druck einer konservativen Familienorganisation nach.

ScreenshotGrossbild

Protest eingestellt: Die konservative Familienorganisation AFA hat sich durchgesetzt. (Screenshot: sueddeutsche.de)

Die American Family Association (AFA) ist so etwas wie eine Speerspitze konservativer familienfreundlicher Moralapostel in den Vereinigten Staaten.

Um es nett auszudrücken. Die Non-Profit-Organisation beruft sich auf die Bibel. Besonders kritisch sieht die AFA die sexuelle Vereinigung von Mann und Mann. Der Kauf von Autos hingegen wird gemeinhin nicht als sittenwidrig angesehen. Trotzdem hat die AFA in den letzten Jahren vom Kauf eines Fords abgeraten.

Der Familienwagen wurde in den vergangenen zwei Jahren von der AFA boykottiert, weil Ford aus den Erlösen des Autoverkaufs auch Geld an homosexuelle Vereinigungen spendete und in Medien mit homosexueller Zielgruppe für seine Produkte warb.

Wie worldnetdaily.com berichtet, sei während des Boykotts der Verkauf von Autos der Marke Ford im Durchschnitt um 8 Prozent zurückgegangen.

Zwar sei der Boykott nicht der alleinige Auslöser für den Umsatzrückgang gewesen, doch offenbar Grund genug für den Automobilhersteller, nun nachzugeben. Mehr als 780.000 Unterstützer hatten laut AFA-Homepage die Boykott-Petition unterschrieben.

Nun ist Ford ob des wirtschaftlichen Drucks wohl eingeknickt. Nach Angaben der AFA hat der Boykott ein Ende und Ford will die bereits 2005 mit der Family Association geschlossenen Vereinbarungen wieder einhalten.

Noch im vergangenen Jahr schaffte es Ford in den Top-100-Liste der Human Rights Campaign – eine Aufstellung bedeutender Unternehmen, die durch ihr Verhalten ein aktives Zeichen gegen die Diskriminierung von Homosexualität setzten.

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Leserkommentare (1)



19.03.2008 08:03:17

nostu: AFA ...

Meine Güte, wie ich solche Leute hasse ...


1 Besucher hat diesen Kommentar bewertet



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