Ein Problem zu viel
Pleite von Woolworth
15.04.2009, 10:46
Grossbild
Woolworth-Filiale in Berlin: Kein tragfähiges Geschäftsmodell. (Foto: Getty Images)
Es gibt drei mögliche Ansätze, um die Pleite von Woolworth zu erklären. Erstens könnte man die strukturelle Krise der Kaufhausketten ins Feld führen, für die Woolworth nach Arcandor und Hertie ein weiteres Beispiel ist.
Als zweite Ursache mag die Rezession gelten, die zunehmend auch dem Einzelhandel zu schaffen macht. Besonders beliebt dürfte auch diesmal die Argumentation sein, die Finanzinvestoren, denen Woolworth seit zehn Jahren gehört, hätten die Firma ausgesaugt und leblos zurückgelassen.
| Hertie, Schiesser & Co. Abschied von alten Bekannten | ||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||
Zwischen Discountern und Fachhändlern zermahlen
Tatsächlich kamen alle drei Ursachen zusammen. Warenhausketten leiden seit Jahren darunter, dass sie zwischen Discountern und Fachhändlern zermahlen werden. Finanzkrise und Rezession haben diese Probleme nur verschärft. Die Nachfrage sinkt, vor allem aber sind wegen der Krise Banken und Eigentümer klamm und nicht mehr so leicht bereit, frisches Geld zu geben.
Und die Finanzinvestoren Argyll und Electra? Sie haben es nicht geschafft, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Außer dem Verkauf der Immobilien fiel ihnen wenig ein. Jetzt ist das Tafelsilber weg.
Die Woolworth-Pleite zeigt erneut, dass Finanzinvestoren häufig Geld aber kein unternehmerisches Konzept haben. Bei anderen Firmen kommt ein Problem hinzu, das bei Woolworth nicht den Ausschlag gab: Sie werden die hohen Schulden nicht bedienen können, mit denen die Finanzinvestoren den Kauf finanzierten. Das wird noch viele Pleiten auslösen.
|
|
ANZEIGE
mehr ...

Bad Banks: Experte Schalast - "Es ist die falsche Lösung"
Sorge um US-Kreditwürdigkeit - Größte Bankenpleite des Jahres
Quelle: Die plötzliche Pleite - Von drei auf null
Quelle: Die Schuldfrage der Pleite - Mehr Vergangenheit als Zukunft
Bad Bank - Angst vor dem Kassensturz
USA: Der Billion-Dollar-Plan - Obama spielt mit Mephisto
Kampf gegen Finanzkrise - Eine Billion für Schrottpapiere
Themen

![]() 15.04.2009 11:21:23 "Die Woolworth-Pleite zeigt erneut, dass Finanzinvestoren häufig Geld aber kein unternehmerisches Konzept haben. Bei anderen Firmen kommt ein Problem hinzu, das bei Woolworth nicht den Ausschlag gab: Sie werden die hohen Schulden nicht bedienen können, mit denen die Finanzinvestoren den Kauf finanzierten. Das wird noch viele Pleiten auslösen" Nanu, sind das nicht jene Finanzinvestoren die von den neoliberalen Ideologiefunktionären der SZ-Wirtschaftsredaktionnoch noch vor kurzem hofiert wurden, weil sie `verkrustete Stukturen aufbrechen' und mit ihrem super know-how Unternehmen zurück in die Gewinnzone bringen können? Und jetzt dieser Defätismus, ja wo gibt's denn sowas, Herr Beise, Herr Piper, hier hetzt einer gegen die UNSICHTBARE HAND - geheiligt sei IHR Name und gepriesen IHRE unendliche Weisheit - hier müssen Sie wirklich dringend mal nach dem Rechten sehen! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!! BEISE!!!............. ![]()
![]() Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage. |
Mr. Wong
Delicious
Digg
Yigg
Technorati
Google
MySpace
Facebook
Webnews


























