Die vergangenen vier Tarifrunden in der Metallindustrie seit dem Jahr 2000 endeten in aller Regel mit einem Kompromiss. Im Jahr 2003 steckte die Gewerkschaft allerdings eine herbe Niederlage ein.

 
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TARIFRUNDE 2004: Zum Jahresende 2003 laufen die Tarifverträge aus. Nach massiven Warnstreiks einigen sich Arbeitgeber und IG Metall am 12. Februar 2004 in der sechsten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg auf eine zweistufige Lohnerhöhung von 1,5 und zwei Prozent. Am 15. Dezember hatten die regionalen Verhandlungen begonnen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Februar 2006.

TARIFRUNDE 2003: Die Tarifrunde in Ostdeutschland endet mit einem Fiasko für die IG Metall. Die Gewerkschaft hatte ergebnislos die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35-Stunden gefordert. Zum 30. April 2003 hatte sie die Arbeitszeitbestimmungen in den Manteltarifverträgen in Berlin-Brandenburg und Sachsen gekündigt. Die regionalen Verhandlungen begannen am 19. und 21. Februar. Nach deren Scheitern streikten die Metaller ab Anfang Juni. Der Arbeitskampf wird am 28. Juni abgebrochen.

TARIFRUNDE 2002: Am 7. Februar beginnen die regionalen Verhandlungen, die in Baden-Württemberg am 19. April scheitern. Die IG Metall versucht, die Arbeitgeber durch eine flexible Streiktaktik in Baden-Württemberg und Berlin-Brandenburg ab 6. Mai mürbe zu machen. Daraufhin wird am 15. Mai ein Pilotabschluss in Baden-Württemberg erzielt. Der Lohn wird zweistufig um vier und 3,1 Prozent erhöht.

TARIFRUNDE 2000: Im Zentrum der Verhandlungen steht die Einführung der Rente mit 60. Die ersten Gespräche ab dem 9. Februar bleiben ergebnislos. In Nordrhein-Westfalen einigen sich die Tarifpartner am 28. März auf einen Abschluss, der mit leichten Abwandlungen in ganz Westdeutschland übernommen wird. Die Tariflöhne werden stufenweise um drei und 2,1 Prozent erhöht. Die 57-Jährigen erhalten eine bis zu sechsjährige Altersteilzeit. In Ostdeutschland wird am 11. April ein Abschluss erzielt. Hier werden zusätzlich vermögenswirksame Leistungen in drei Stufen eingeführt.

(sueddeutsche.de/dpa)

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