"Aktionswaren sind ein Schlüsselelement im Konkurrenzkampf von Unternehmen nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel", heißt es in der 60-Seiten-Studie. Rund 20 Prozent seines Gesamtumsatzes erziele Aldi über den Verkauf von Aktionsware.
Das Unternehmen werde die Südwind-Studie prüfen, teilte Aldi-Süd auf Anfrage von sueddeutsche.de mit.
Broschüren an Kunden verteilt
2008 hatte Aldi allerdings in Reaktion auf ähnliche Vorwürfe
in seinen Filialen Broschüren verteilt. Darin verwies Aldi darauf, Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) zu sein, in der sich zahlreiche europäische Handelsunternehmen für die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Standards bei ihren Zulieferern verpflichten.
Südwind allerdings kritisiert, dass es sich bei BSCI um eine Initiative handle, die lediglich auf Selbstverpflichtungen der Industrie basiere. Die Organisation verlangt von den Handelsunternehmen, sich stattdessen bindenden Regeln zu unterwerfen, wie sie vom EU-Parlament gefordert werden.
Die Organisation Südwind will mit ihrer Arbeit den Blick auf den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Verbraucher in Industrieländern und den Lebensbedingungen der Produzenten in der dritten Welt lenken. Vor zwei Jahren hatte die Organisation bereits eine Studie über Aldi-Textilzulieferer mit ähnlichen Ergebnissen veröffentlicht. Die aktuelle Studie wurde wiederum von einer Weiterbildungsgesellschaft namens Inwent finanziell unterstützt.
Aldi beschäftigt insgesamt 190.000 Personen, davon 50.000 in Deutschland.
(sueddeutsche.de/dpa/AFP/mel/hgn)
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