Das müssen Sie sehen: Die SZ-Redakteure Fritz Göttler, Tobias Kniebe und Susan Vahabzadeh stellen im Wechsel den Kinofilm der Woche vor - mit Ausschnitten und fachkundiger Einschätzung.
Außerirdische haben die Erde übernommen und sind in unsere Körper geschlüpft. Sie schaffen die Ungleichheit ab, Individualität gibt es nicht mehr. Diese Vision zeichnet der Film "Seelen" nach einer Romanvorlage von Twilight-Autorin Stephenie Meyer. Doch keine Utopie kommt ohne Widersprüche aus.
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Ein Urlaub in Griechenland, Verwandte passen auf die Kinder auf, alles scheint perfekt. Zeit für das Liebespaar Jesse und Céline mal wieder zu philosophieren, sich näher zu kommen und einge Probleme aus dem Weg zu räumen. Mit "Before Midnight" endet eine Trilogie, dir vor fast zwanzig Jahren begann.
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Terrence Malick ist ein Mysterium. In "To the Wonder" lässt der geheimnisvolle Regisseur Ben Affleck zwischen Paris und der tiefsten Provinz von Oklahoma schwierige Liebe und die Suche nach Gott durchleben. Die Hauptrolle spielt wie immer die Umgebung - anstrengend, aber visuell spektakulär.
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Die fröhlichen Rennfahrer der Reihe "Fast & Furious" bieten den Gegenpol zu Ryan Goslings Einsamkeit in "Drive". Doch die Formel ist inzwischen ausgeleiert. Diesmal kracht es in London, der derzeit meistdemolierten Kinostadt der Welt. Die Werkstattszenen aber bleiben Höhlen der Kreativität.
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Mit "Paradies: Hoffnung" endet Ulrichs Seidls starke Trilogie: Die übergewichtige Melanie muss in ein Trainingscamp, eine Hölle aus Sport und Disziplin. Einziger Lichtblick ist ihr Arzt - der schon bald im Zentrum jugendlicher Verehrung steht. Verheerend.
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Ein Partygirl, das das Erwachsenwerden verpasst hat: Kate ist Grundschullehrerin und hat ein Alkoholproblem. Während in anderen amerikanischen Filmen oft der Suff gefeiert wird, ist "Smashed" das Komplementärstück dazu. Eine Videorezension.
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"Ich liebe dich, aber Schätzchen: Ich kann nicht schlafen." Iron Man alias Robert Downey Jr. ist ruhelos. Der Weltenretter ist der große Exzentriker unter den Superhelden - und bekommt im bravourösen dritten Teil der Comic-Saga im Kampf gegen einen Bin-Laden-Verschnitt viel Raum für seine Facetten.
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Wie soll man damit umgehen, wenn die Tochter Leukämie bekommt? Im Film "The Broken Circle" zeichnet der belgische Regisseur Felix Van Groeningen ein Bild von extremer Trauer. Mit Hilfe ihrer Musik versuchen die Eltern Didier und Elise, den Schicksalsschlag zu verarbeiten. Ein Film, der emotional durchschüttelt.
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Westliche Gesellschaften werden immer älter, das Kino passt sich an. In "Eine Dame in Paris" spielt die 85-jährige Jeanne Moreau eine alternde Diva, die ungewollt in eine Freundschaft mit ihrer Pflegerin stolpert. Regisseur Ilmar Raag erfindet mit seinem Werk nicht weniger als ein neues Genre.
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Wer ist die Schnellste im ganzen Land? Ein Mädchen aus der französischen Provinz entscheidet sich gegen die Ehe und für das Leben als Sekretärin und den Wettkampf an der Tastatur. Videoclip-Regisseur Régis Roinsard zeigt mit "Mademoiselle Populaire" Rasanz und Leichtigkeit der Fünfzigerjahre.
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Nach der "Millennium"-Trilogie kommt der nächste düstere Thriller des Schweden Niels Arden Oplev. Wieder mit dabei ist Noomi Rapace, die in "Dead Man Down" auf Rache sinnt. Der Plot des Films mag wenig überraschen, doch Rapaces Schauspiel beeindruckt. Eine Rezension im Video.
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Alle sind glücklich in der dänischen Kleinstadt, bis Kindergärtner Lukas zu Unrecht unter Verdacht gerät. Thomas Vinterberg hat mit "Das Fest" bereits den besten Film zum Thema sexueller Missbrauch gedreht. Mit "Die Jagd" zeigt er jetzt die Unmöglichkeit von Frieden in einer Gemeinschaft.
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Um zu beweisen, dass die Südseeinseln von Amerika aus besiedelt wurden, machte sich Thor Heyerdahl 1947 auf eine abenteuerliche Reise. Fünf Männer, allesamt blutige Anfänger auf See, verbrachten drei aufregende Monate auf der "Kon-Tiki" - der gleichnamige Film versucht jetzt, diesen naiven Wahnwitz in Bilder zu fassen.
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Keine Zeit mehr für Leidenschaft und Sex, dafür jede Menge Ärger mit den pubertierenden Töchtern und dem eigenen Ego. In "Immer Ärger mit 40" spielt Leslie Mann ihr privates Familienleben nach, die echten Töchter sind ebenso dabei wie Ehemann Judd Apatow, der Regie führt.
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Ein Buch fasziniert den Lebensverweigerer Gregorius - gespielt von Jeremy Irons - so sehr, dass er alles hinwirft und sich in Lissabon auf Spurensuche begibt. Die Idee des Bestsellers "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier ist schön, doch im Film plätschert trotz toller Besetzung zu viel dahin.
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Bester britischer Humor: Ein Paar macht sich in "Sightseers" auf, die große weite Welt zu erforschen, zum Beispiel ein Straßenbahnmuseum in Yorkshire. Die beiden sind naiv und neugierig, vor allem aber pflegen sie eine seltsame Angewohnheit: Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, werden aus dem Weg geräumt.
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Maximale Elendsbilder, abgemagerte Darsteller, heiße Tränen auf dreckiger Haut - darum geht es Regisseur Tom Hooper in "Les Misérables". Stars wie Hugh Jackman und Anne Hathaway singen sich durch die Verfilmung des berühmten Musicals - und sind dabei kaum wiederzuerkennen.
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John McClane ist zurück und zwar doppelt. Im fünften Teil der "Stirb langsam"-Reihe gerät McClane Junior in Schwierigkeiten, in einem Wettlauf gegen das Böse sprengen Vater und Sohn ganz Moskau in die Luft. Rasant gedreht und geschnitten ist "Ein guter Tag zum Sterben" allemal, allerdings fehlt dem Film jegliche Binnenlogik.
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Parker ist eine legendäre Figur der amerikanischen Krimimythologie. Zwei Dutzend Romane hat Donald Westlake über den Ganoven geschrieben, der das stiehlt, was er braucht, von denen die genug haben. Taylor Hackford bringt die Geschichte jetzt ins Kino - mit Jason Statham und Jennifer Lopez in den Hauptrollen.
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Jeder weiß, wie die Jagd auf Osama bin Laden ausging. Kann deshalb aus diesem Stoff noch ein Spielfilm werden? Oscar-Gewinnerin Kathryn Bigelow hat es versucht, indem sie den Hintergründen der Geschichte nachgeht, und zwar auf hochspannende Weise.
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Dieser Film hat die besten Voraussetzungen: Die Besetzung ist großartig, der Ort fantastisch, die Story spannend. In "Gangster Squad" geht es um das Los Angeles der späten 40er-Jahre, um die aufstrebende Stadt zwischen Glamour und Verbrechen. Allerdings erinnern die Actionszenen ein bisschen an Moorhuhnschießen.
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Quatsch nicht so gedrechselt: In seinem neuen Film zeigt Kultregisseur Quentin Tarantino einmal mehr, wie sehr er die Sprache liebt. Tarantino, der Sprüche-Drechsler. Dass sein Film am Ende mit einer Blutdusche endet, versteht sich natürlich von selbst. Eine Filmkritik.
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Ein Unfall mit einem Killerwal macht Stéphanie zum Krüppel.
Ohne Beine versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen. Oskar-Gewinnerin Marion Cotillard spielt in "Der Geschmack von Rost und Knochen" an der Seite der belgischen Entdeckung Matthias Schoenaerts. Die Rezension im Video.
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Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl packt gerne Themen an, über die keiner reden will. In seinem Film "Paradies Liebe" geht es um Sextourismus von Frauen. Im Mittelpunkt steht Theresa, die nach Kenia fährt, um sich dort die Liebe zu erkaufen, die sie zu Hause nicht mehr finden kann.
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227 Tage allein auf dem Meer: Nach einem Schiffbruch ist Pi der einzig Überlebende, nur ein Tiger sitzt mit ihm in seinem Boot. Das gefährliche Tier wird für Pi zur Rettung vor der Einsamkeit. Ang Lees Verfilmung des Bestellers von Yann Martel ist ein halluzinogener Farben- und Formenrausch.
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