Selbstkritisch, emotional und hundertprozentig von Europa überzeugt: Bundespräsident Joachim Gauck erklärt in seiner Grundsatzrede, warum die Einigung des Kontinents noch lange nicht vollendet ist.
Die wichtigsten Punkte der Rede zusammengestellt von Oliver Das Gupta und Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Wenn es die Finanzkrise nicht gäbe, müsste Merkel sie erfinden. Die Kanzlerin gibt sich bei ihrer Sommerpressekonferenz als Dirigentin des Euro-Sinfonie-Orchesters. Um den profanen Rest - Zuschussrente, Endlager, Energiewende - sollen sich andere kümmern. Ihre Botschaft lautet: Sie bleibt Kanzlerin. Egal, wer mitregiert.
Eine Analyse von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Portugal kann weitere Hilfsmilliarden abrufen. Die Troika der internationalen Geldgeber sieht das pleitebedrohte Land auf dem Weg der Besserung - Voraussetzung für die nächste Finanzspritze. Als Gegenleistung kündigte die Regierung in Lissabon an, einige Sparmaßnahmen noch schneller anzugehen. Auch Italien drückt bei der Sanierung des Haushalts aufs Tempo.
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Berg-und-Talfahrt an den internationalen Börsen: Während der Dax den achten Handelstag in Folge im roten Bereich schließt, stabilisieren sich die US-Börsen kurz vor Handelsschluss. Angesichts der Euro-Krise kündigt Ministerpräsident Berlusconi ein Sondertreffen der G7-Finanzminister an.
Der Börsentag in der Ticker-Nachlesemehr...
Barroso gegen die Bundesregierung - wer hat Recht? Nach dem Alarmruf des EU-Kommissionspräsidenten sind die Märkte aufgeregt, Deutschland reagiert genervt, doch die Europapolitiker bleiben hart. Währungskommissar Rehn weist jede Kritik zurück und beharrt darauf, den Rettungsschirm zu vergrößern.
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Die Situation in Europa ist dramatisch. So dramatisch, dass es sich auch die SPD nicht mehr als Oppositionspartei gemütlich machen kann. Also bietet sie Kanzlerin Merkel staatsmännisch Hilfe bei Griechenland an. Es geht den Sozialdemokraten dabei um Europa. Und um sich selbst.
Ein Kommentar von Detlef Esslingermehr...
Irische Staatsanleihen gelten nach der Ratingagentur Moody's ab sofort als "nicht geeignet für ein Investment". Die Bewertung wurde um eine Note abgesenkt. Damit erfasst das Misstrauen der Finanzmärkte nach Portugal und Italien innerhalb weniger Tage ein weiteres Land. Die EU äußert Bedauern, Dublin reagiert mit Unverständnis - und verweist auf die deutlich besseren Einstufungen anderer Agenturen.
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Schon lange kämpft Bella Italia mit Problemen in der Wirtschaft, aber dem Land wurde stets viel verziehen. Zuletzt jedoch haben Spekulanten das Land aufs Korn genommen. Was passiert jetzt? Fragen und Antworten rund um die Krise in Italien.
Von Jannis Brühlmehr...
Die Politik verliert die Geduld mit den Ratingagenturen. Finanzminister Schäuble sagt ihnen den Kampf an, auch EU-Kommissionschef Barroso will handeln. Die Abwertung portugiesischer Staatsanleihen auf Ramschstatus durch die Agentur Moody's geißelte ein Politiker als "Terrorismus".
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Der größte Versicherungskonzern Europas will sich mit Hunderten Millionen am Finanzpaket für die überschuldeten Griechen beteiligen. Dahinter steht allerdings keine Großherzigkeit: Die Hilfe sei alternativlos, heißt es bei der Allianz.
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Griechenland braucht dringend neues Geld, aber die europäischen Finanzminister sind sich noch nicht über das weitere Vorgehen einig. Doch die Zeit drängt, und nun ist eine neue Variante im Gespräch: eine zeitliche Aufspaltung der Entscheidung.
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Der deutsche Finanzminister gewinnt Unterstützer für seine Pläne, bei der Rettungsaktion für Griechenland auch die Banken mit einzubeziehen. Die EU-Kommission jedenfalls signalisiert Entgegenkommen, doch andernorts in Europa muss Schäuble gegen heftigen Widerstand kämpfen. In Athen stellt der griechische Finanzminister ein Sparpaket vor.
Von Guido Bohsem und Cerstin Gammelinmehr...
Während Angela Merkel um Zustimmung zu neuen Hilfen für das marode Griechenland wirbt, bezweifeln Wirtschaftsexperten, dass das Land so zu retten ist. Und SPD-Fraktionschef Steinmeier geht hart mit der Europapolitik der Kanzlerin ins Gericht. Er wirft ihr sogar vor, Ressentiments gegen Südeuropäer zu schüren.
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Griechenland ächzt unter seiner Schuldenlast, viele Beobachter erwarten bald eine Umschuldung. Finanzminister Wolfgang Schäuble ist dagegen - und verweist auf Befürchtungen, nach denen ein solcher Schritt katastrophalere Auswirkungen als der Zusammenbruch von Lehman Brothers hätte.
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Plötzlicher Schlusspunkt in einem langen Prozess: Der Rechtsstreit um das Titelbild des "Focus" vom Februar 2010, das die Aphrodite von Milos mit ausgestrecktem Mittelfinger zeigt, ist abrupt zu Ende gegangen. Im Anklagepunkt "Verunglimpfung von Staatssymbolen" wurde Ex-Chefredakteur Helmut Markwort freigesprochen.
Von Katharina Riehlmehr...
Wann gibt es endlich Fortschritte bei den Verhandlungen innerhalb der griechischen Regierung? Eine 50-seitige Streichliste liegt vor. Schon mehrfach hieß es, das Sparpaket von Premier Papadimos stehe kurz vor dem Abschluss, doch das Treffen der drei Parteichefs wird immer wieder verschoben. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hält unterdessen die Pleite Griechenlands für verkraftbar.
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Frankreich und Österreich verlieren ihre Bestnoten bei Standard & Poor's, die Folgen sind indes begrenzt: Die meisten Analysten rechnen damit, dass die Auswirkungen der Herabstufung in einer Woche nicht mehr zu spüren sein werden. Allerdings verstärkt die Entwicklung die Rolle Deutschlands als sicherer Hafen der EU - das dürfte die Spannungen in der Eurozone erhöhen.
Ein Kommentar von Nikolaus Pipermehr...
Die Franzosen haben den Blues. Hundert Tage vor der Präsidentschaftswahl, dieser Kaiserkrönung der Republik, ist kaum Aufbruchstimmung zu spüren. Eigentlich läge es nahe, in gefährlicher See am Kapitän festzuhalten. Doch Nicolas Sarkozy macht es seinem Wahlvolk schwer. Die Bilanz des Präsidenten ist - nicht nur wegen der Herabstufung des Landes - allzu dürftig.
Ein Kommentar von Stefan Ulrichmehr...
Fiskalunion, und alles wird gut? Während die Politiker ihre Gipfel-Beschlüsse loben, mosert die Ratingagentur Moody's. Sie sieht wenig substantiell Neues - und kündigt an, die Noten aller EU-Staaten genau zu überprüfen.
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Vor seinen Landsleuten soll Ungarns Premier Orbán von Brüssel schon mal als dem "neuen Moskau" gesprochen haben, seine Haltung zur Fiskalunion hat der Regierungschef jedoch überraschend schnell modifiziert. Nach anfänglicher Ablehnung will er nun das Parlament zu dem Reformvertrag befragen und erst dann entscheiden. Gute Gründe gäbe es sowohl für ein Ja als auch für ein Nein.
Von Cathrin Kahlweitmehr...
Ja, die Lage ist ernst. Und ja, manche Akteure versuchen es schon wieder mit den üblichen Taschenspielertricks. Doch es gibt beim aktuellen Krisentreffen auch Anlass zur Hoffnung. Selten ist ein Gipfel so gründlich vorbereitet und eine Krise so tief analysiert worden. Sechs Gründe, warum der Schwung von Brüssel die Krise bewältigen könnte.
Ein Kommentar von Marc Beisemehr...
Endlich wacht die griechische Regierung auf. Bisher trafen die Sparbemühungen nur die Wehrlosen - jetzt sollen die Privilegierten ihre Opfer bringen. Das ist richtig, dauert aber lange. Deshalb sollten die europäischen Geldgeber ihren Zeitplan ändern.
Ein Kommentar von Kai Strittmattermehr...
Werft die Griechen aus dem Euro! Mit einem solchen simplen Schritt wollen manche Beobachter die schwerste Krise der Währungsgemeinschaft lösen. Doch richtig ist vielmehr: Ein Rauswurf Griechenlands wäre eine Katastrophe - nicht nur für Athen, sondern auch für Deutschland und den Rest Europas.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Die Gefahr ist so groß wie noch nie: Athen bangt um die nächsten Hilfsmilliarden, eine Pleite Griechenlands wird immer wahrscheinlicher. Doch welche Folgen hätte es, wenn das Land zahlungsunfähig ist? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von Johannes Aumüller und Lutz Knappmannmehr...
Dieses Urteil wird Politik und Finanzmärkte bewegen: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet an diesem Mittwoch, ob Deutschlands Beteiligung am Euro-Rettungsschirm dem Grundgesetz entspricht. Wie argumentieren die Kläger? Und welche Folgen könnte das Urteil haben? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von Frederik Obermaiermehr...
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