Europa muss im Atomstreit mit Iran endlich die Augen öffnen und die angedrohten strengen Sanktionen in die Tat umsetzen: Die letzte Möglichkeit, einen israelischen Angriff zu verhindern, ist der totale wirtschaftliche und diplomatische Boykott des Regimes in Teheran. Ein Militärschlag Israels würde den gesamten Nahen Osten in Flammen aufgehen lassen.
Ein Gastbeitrag von
Ronen Bergman
Der Japaner Amano hat Erfahrung im Kampf gegen Atomwaffen. Als neuer Chef der Atomenergiebehörde (IAEA) muss er nicht nur mit sturen Iranern fertig werden.
In Kuwait-Stadt haben Hunderte Demonstranten das Parlamentsgebäude gestürmt. Zuvor hatten sie vor der Residenz des Ministerpräsidenten demonstriert. Sie werfen dem Mitglied der Herrscherfamilie unter anderem vor, nichts gegen die Korruption im ölreichen Emirat zu unternehmen.
Kurzmeldungen im Überblick
Wenige Tage nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il hat sein Sohn und designierter Nachfolger Kim Jong Un bereits die volle Unterstützung der staatlichen Medien. Die Internationale Atomenergie-Behörde will unterdessen Inspektoren in das Land entsenden - Japan rüstet vorsorglich auf.
Die Internationale Atomenergie-Agentur hat Iran eine deutliche Rüge erteilt: Bis März verlangt sie von der Führung in Teheran eine Antwort auf alle offenen Fragen zu seinem Atomprogramm. Iran weist die Forderung zurück.
Viele Staaten misstrauen Iran wegen seiner Atompolitik seit langem, doch jetzt liefert ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde neue Details: Informationen von Zeugen erhärten den Verdacht, dass das Regime in Teheran erhebliche Fortschritte bei der Urananreicherung macht und tatsächlich an der Entwicklung eines atomaren Raketensprengkopfes arbeitet.
Bei einer Explosion in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule ist ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen wurden nach Angaben der französischen Atomaufsicht verletzt. Die Behörden geben Entwarnung, es sei bislang außerhalb der Anlage keine Radioaktivität gemessen worden.
Nordkorea hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" dem Verteidigungsministerium in Teheran im Frühjahr ein hochspezialisiertes Computerprogramm beschafft. Iran könnte dadurch wichtiges Know-how für den Bau von Atomwaffen gewinnen.
Von
Paul-Anton Krüger
Die CSU trotzt dem Gegenwind aus Berlin: Bundesverkehrsminister Ramsauer bekräftigt noch einmal seine Forderung nach der Einführung der Pkw-Maut. Unterstützung erhält er von Parteichef Seehofer. FDP-Verkehrsexperte Döring nennt Ramsauers Pläne schlicht "unkonkret".
Kurzmeldungen
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Erstmals hat ein französisches Gericht zwei muslimische Frauen zu einem Bußgeld verurteilt. Sie waren vollverschleiert vor einem Rathaus erschienen.
Kurzmeldungen
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Gerade hat er noch gegen die deutsche Integrationspolitik gepoltert - jetzt legt der türkische Ministerpräsident Erdogan nach und schimpft über die stockenden Beitrittsverhandlungen mit der EU: Die Türkei werde "ungerecht behandelt" - insbesondere von Kanzlerin Merkel.
Kurzmeldungen
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Der IAEA-Bericht nur Propaganda, Israels Angriffspläne nichts als Säbelrasseln: Iran spielt den Konflikt mit dem Westen herunter. Teheran sei auf alle Szenarien vorbereitet. Die Einschätzung von Militärexperten dürfte die Iraner bestärken: Israel sei gar nicht in der Lage, durch einen Angriff das Atomprogramm lahmzulegen.
Von
Rudolph Chimelli
In ihrem Bericht listen die internationalen Atomwächter in Wien detaillierte Belege auf, dass Teheran zumindest bis 2010 an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet hat - auch Tests seien durchgeführt worden. Hat Iran die Schwelle zur Atommacht bereits schon überschritten? Welchen Druck löst der Bericht aus? Und: Steigt die Gefahr eines israelischen Präventivschlags? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von
Kathrin Haimerl
Live
Im Kraftwerk Fukushima-1 wurden fast 1,5 Kilometer Kabel verlegt, um die Kühlaggregate wieder mit Strom versorgen zu können. Im Eingangsbereich des AKW gibt es bereits wieder Elektrizität, noch am Samstag sollen vier Reaktoren wieder ans Stromnetz angeschlossen werden.
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Live
Experten befürchten, dass es bald zum Super-GAU kommt. Japans Behörden wollen nun in drei Schritten versuchen, das Krisen-AKW Fukushima-1 in den Griff zu bekommen: Als Erstes setzen sie Militär-Hubschrauber und Wasserwerfer ein, um die überhitzten Reaktoren 3 und 4 abzukühlen. Die Zahl der Opfer steigt auf mehr als 5000.
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AKW-Betreiber Tepco gerät immer stärker unter Druck: Noch ist das ganze Ausmaß der Zerstörung im havarierten Atomkraftwerk Fukushima gar nicht bekannt, da sichert der Konzern notgedrungen erste Schadenersatzzahlungen zu. Die Tepco-Aktie fällt ins Bodenlose.
Der Japaner Yukiya Amano ist Chef der Atombehörde IAEA und verfügt über beste Verbindungen zu Regierung und Atomindustrie. Doch er wirkt nur glaubwürdig, wenn er bei der Aufarbeitung der Reaktorunfälle in Japan seine Unabhängigkeit beweist.
Von
Paul-Anton Krüger
Weil außerhalb des evakuierten Gebiets hohe Strahlenwerte gemessen werden, empfiehlt die Internationale Atomenergieagentur, weitere Orte zu räumen - Japans Regierung hält das aber nicht für nötig.
Live
Kampf an zwei Fronten: Eine neue Stromleitung soll das havarierte Kernkraftwerk Fukushima-1 sobald wie möglich wieder mit Strom versorgen - gleichzeitig sollen 130 angereiste Feuerwehrleute die Reaktoren mit Wasser kühlen. Aus Reaktor 2 steigt unterdessen weißer Rauch auf. Die Ursache dafür ist bislang unklar.
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Zwei Wochen nach dem Triumph der SPD bei der Landtagswahl hat die neu zusammengesetzte Hamburgische Bürgerschaft Olaf Scholz für vier Jahre ins Amt gewählt. Meldungen im Überblick.
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Entscheidende Stunden im AKW Fukushima-1: Den besonders gefährdeten Block 3 sollen jetzt leistungsfähigere Löschfahrzeuge kühlen. In den Evakuierungszentren wächst unterdessen die Verzweiflung.
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Erst meldete der Atomkonzern Tepco, in Block 2 des Kraftwerks Fukushima sei die radioaktive Belastung millionenfach erhöht. Nun stellt der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks seine eigenen Angaben in Frage. In Tokio demonstrieren Hunderte Japaner gegen Atomkraft.
Das Meerwasser ist bereits dramatisch verstrahlt, jetzt schüren neue Messwerte aus dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima erneut die Angst: Die Radioaktivität in Reaktorblock 2 ist nach Angaben des Betreibers Tepco inzwischen zehn Millionen Mal höher als der Normalwert. Die Rettungsarbeiten mussten vorerst abgebrochen werden.
Die radioaktive Strahlung in und um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima nimmt immer mehr zu. Im Reaktorblock 2 ist sie nach Angaben des Betreibers Tepco zehn Millionen Mal höher als normal. Die Rettungsarbeiten mussten vorerst abgebrochen werden - laut Experten muss sich Japan auf einen monatelangen Kampf gegen den Super-GAU einstellen.
Die japanische Atomaufsicht und Kraftwerksbetreiber Tepco wussten um die Tsunami-Gefahr: Nach langem Feilschen haben sie 2006 die Sicherheitsvorschriften verschärft, demnächst sollten die Meiler überprüft werden. Nur: Der Tsunami kam den Behörden zuvor.
Von
Christoph Neidhart und Paul-Anton Krüger