Die FDP begeht gerade politischen Selbstmord - das macht nichts. Wer braucht schon diese Partei? Doch das, worauf sie Bezug nimmt, ist nötiger denn je: der politische Liberalismus. Leider merken die Bürger erst viel zu spät, dass die Sache mit der Freiheit so dumm nicht ist.
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Marc Beise
Die Schwellenländer schwächeln, Italien zahlt Rekordzinsen und eine Konjunkturprognose besorgt Deutschland. Es ist eindeutig: Die nächste Wirtschaftskrise zieht herauf wie ein Wintersturm. Die Politik muss dringend handeln - und erkennen, dass die alten Ideen des Ökonomen Keynes das Gebot der Stunde sind.
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Alexander Hagelüken
Lange wusste Washington nicht, ob es Peking umarmen oder bekämpfen soll. Nun schickt Obama mehr Soldaten in den Pazifikraum und vollzieht damit eine historische Wende: Die USA stellen sich überraschend eindeutig auf die Seite der Nationen, die sich durch Chinas Machtstreben bedroht sehen.
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Stefan Kornelius
Sozialversicherungen sind ein Pyramidensystem, neue Regeln für Banker Unsinn und den Chef der Notenbank könnte man teeren und federn. Die wirtschaftspolitischen Ideen der Tea Party haben wenig mit Nüchternheit und Zurückhaltung zu tun - dafür aber viel mit Wiener Kaffehäusern.
Von
Jannis Brühl
Ach, im Prinzip mögen sie ihn doch: Trotz des jüngsten Insolvenz-Geredes empfängt Griechenlands Politik den deutschen Wirtschaftsminister Rösler freundlich. Von Nazi-Vergleichen ist nun nichts mehr zu hören - aber eine kleine Spitze kann sich der hellenische Ministerpräsident nicht verkneifen.
Von
Guido Bohsem, Athen
Der Staatsbankrott bleibt aus - und trotzdem ist der von US-Präsident Barack Obama verkündete Kompromiss aus ökonomischer Sicht ungenügend. Er löst keines der eigentlichen Probleme des Haushaltes, einige Elemente schaden der Wirtschaft sogar. Dass die USA von den Ratingagenturen auf Dauer die Spitzennote AAA erhalten, ist nicht garantiert. Nur eine Vorgehensweise könnte die Lage tatsächlich entspannen.
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Nikolaus Piper
Hat das neue Rettungspaket für Griechenland alle Probleme gelöst? Keineswegs. Die Sorgen um das hochverschuldete Italien wachsen erneut. Bei den Anlegern steigt das Angstbarometer - und auch die Deutsche Bank misstraut dem Land offenbar.
Meinung
Die Reise der Kanzlerin nach Nigeria, Angola und Kenia offenbart die großen Widersprüche der deutschen Politik in Afrika. Im Niger-Delta tobt ein schmutziger Krieg um das Öl, im Ölstaat Angola herrscht Korruption. Doch der Rohstoff ist existentiell für die Wirtschaft. Die Bedeutung Afrikas als Öllieferant wird für Deutschland deshalb weiter wachsen.
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Arne Perras
Die Steuern hoch, die Frauen benachteiligt, der Arbeitsmarkt verkrustet: Die EU knöpft sich Deutschlands Wirtschaftspolitik vor. In einer Bilanz des Euro-Plus-Pakts kommt die Politik der Bundesregierung nach SZ-Informationen schlecht weg - dabei war es ausgerechnet Kanzlerin Merkel, die den Pakt einst erfand.
Von
Claus Hulverscheidt, Berlin
Was verbindet die Verkaufsgerüchte um Opel und die Zukunftsaussichten der Energiekonzerne? Die Antwort: die Rolle der Politik. Sie muss sich raushalten aus konkreten Entscheidungen - und sich stattdessen um etwas anderes kümmern.
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Marc Beise
Die EU-Kommission nimmt die Wirtschaftspolitik der 27 EU-Länder unter die Lupe, um Abstürze wie in Griechenland zu verhindern. Deutschland steht im Vergleich zu vielen Partnern gut da, doch auf dem Arbeitsmarkt seien Verbesserungen nötig. Ähnliche Probleme haben nur zwei andere Länder.
Es läuft nicht schlecht für US-Präsident Obama - die Umfragewerte sind günstig. Doch ein Sieg bei den nächsten Wahlen ist noch lange nicht ausgemacht. Obamas unklare Wirtschaftspolitik könnte ihm zum Verhängnis werden.
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Nikolaus Piper
Die USA haben sich eine Schuldenbremse verordnet, doch geholfen hat das nicht: An diesem Montag wird sie gerissen. Schuld ist vor allem die Blockade der Republikaner. Doch der Staatsbankrott wird die Vereinigten Staaten nicht ereilen - erstmal.
Wechsel in Berlin: Der neue Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen. Doch für welche wirtschaftspolitischen Überzeugungen steht er eigentlich?
Von
Michael Bauchmüller und Thomas Öchsner
Interaktiv
Der designierte FDP-Chef Philipp Rösler löst Rainer Brüderle als Wirtschaftsminister ab. Welche Erwartungen gibt es an den Neuen? Eine Umfrage unter Spitzenvertretern der Wirtschaft, Umweltschützern und politischen Gegnern.
Wende in Baden-Württemberg: In dem Land müssen zwei Lager zusammenfinden, die sich einander bislang eher als Vampire betrachteten. Vor allem im Autobau, der Schlüsselbranche, könnte das schwierig werden.
Von
Karl-Heinz Büschemann, Dagmar Deckstein und Charlotte Theile
Nach den Niederlagen der Union bei den Landtagswahlen fordern die Wirtschaftspolitiker der Partei Konsequenzen. Besonders harte Attacken gegen die Kanzlerin fährt der im Streit geschiedene Ex-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz.
Ausgerechnet im Wirtschaftswunderland Deutschland sind besonders viele Menschen über lange Zeit arbeitslos. Doch in den Jobcentern wird für sie nichts getan, sie werden wie Bittsteller behandelt.
Ein Kommentar von
Alexandra Borchardt
Welche ist die mächtigste Nation der Welt? Neue Depeschen von Wikileaks belegen, was für ein leichtes Spiel China mit den USA hat. Etwa, wenn Finanzminister Geithner im Auftrag der Chinesen ran muss.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy kämpft für eine neue Weltfinanzordnung. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Erstens lassen ihn die Partner im Stich. Zweitens fragen sich alle: Nimmt Sarkozy den Mund mal wieder zu voll?
Von
Claus Hulverscheidt
Ronald Reagans angebotsorientierte Wirtschaftspolitik bedeutete in den achtziger Jahren eine Revolution. Doch ihre einfachen Rezepte erwiesen sich als übertrieben - sie mischen die Welt bis heute auf. Ihr Schöpfer wäre nun 100 geworden.
Ein Kommentar von
Alexander Hagelüken
Lehren aus der Eurokrise: Nur durch eine Politik in Richtung einer "EU-Wirtschaftsregierung" kann Europa seine wirtschaftlichen Probleme in den Griff bekommen.
Ein Gastbeitrag von
Guy Verhofstadt
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann kämpft für eine Spekulationssteuer - und den Mindestlohn. Ein Gespräch über die Zukunft der EU, den Rettungsschirm und das Verhältnis zu Deutschland.
Interview:
Hans-Jürgen Jakobs
Solarpanele boomen. Das ist aus ökologischer Sicht zwar gut, aber die Förderung der Sonnenergie kostet damit immer mehr. Paradox: Wird der Zuschuss nicht gekürzt, implodiert das System.
Ein Kommentar von
Michael Bauchmüller
Chinas Vize-Premier Li Keqiang besucht Deutschland und trifft unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel. In einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" verspricht er Europa Hilfe in der Finanzkrise, wirbt um deutsche Investoren - und betont die Gemeinsamkeiten beider Länder.
Ein Gastbeitrag von
Li Keqiang