Hamdeen Sabahi ging als Drittplatzierter aus der ersten Runde, nun fordert er eine erneute Auszählung: Der ägyptische Präsidentschaftskandidat kritisiert, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gegeben habe.
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Wütende Demonstranten auf dem Tahrir, brennende Wahlplakate im Büro eines Präsidentschaftskandidaten: In Ägyptens Hauptstadt Kairo kommt es nach der Veröffentlichung der Wahlergebnisse zu heftigen Ausschreitungen. Die ägyptischen Revolutionäre sehen sich nach dem Aufstand gegen den ehemaligen Machthaber Mubarak um ihre Freiheit betrogen.
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Aufruhr statt Versöhnung, Chaos statt demokratischer Aufbruch: Die freien Wahlen in Ägypten sollten den Schlusspunkt der Tahrir-Revolution bilden, aber die Reformer könnten leer ausgehen. Weil nun ein Islamist mit einem alten Militär-Kader um die Macht ringt, wächst der Frust im Volk.
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Thomas Schmelzermehr...
Meinung
Es war etwas naiv, die Präsidentschaftswahl in Ägypten als krönenden Abschluss der Übergangsperiode zu sehen - denn das alte Regime war nie tot. In der Stichwahl wird ein ehemaliger Mubarak-Vertrauter gegen einen Salafisten antreten. Für viele eine "Pest-oder-Cholera"-Entscheidung. Dennoch zeigt die Paarung, dass die Menschen an die Möglichkeit eines friedlichen politischen Wandels glauben.
Ein Kommentar von
Sonja Zekrimehr...
Aus Wut über das Ergebnis der ersten Wahlrunde in Ägypten haben Hunderte Menschen das Hauptquartier des Präsidentschaftskandidaten Schafik angegriffen. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo kam es zu heftigen Protesten gegen den regierenden Militärrat.
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Die Ägypter wählen einen neuen Präsidenten - zum ersten Mal seit dem Sturz des früheren Machthabers Mubarak. 13 Kandidaten, alle Männer, konkurrieren um das Amt des Staatschefs, doch nur wenigen werden tatsächlich Chancen eingeräumt.
Die aussichtsreichsten Bewerber
in Kurzporträts.mehr...
Sparen, sparen, sparen. Das verschlimmert die Probleme der hochverschuldeten Krisenstaaten, sagen viele Experten. Sie alle berufen sich auf den britischen Ökonomen John Maynard Keynes, der in der Großen Depression der 1930er Jahre empfahl, in Zeiten der Krise gerade nicht zu sparen. Aber wie würde eine Politik à la Keynes in der heutigen Situation konkret funktionieren?
Von
Catherine Hoffmannmehr...
In Frankreich dürfen Wahlprognosen erst um 20 Uhr veröffentlicht werden, sonst droht ein hohes Bußgeld. Doch bei den Präsidentschaftswahlen begehrte Twitter gegen das veraltete Gesetz auf. Unter dem Hashtag #radiolondres waren dort schon am Nachmittag die Prognosen zu lesen - zum Teil irrwitzig verschlüsselt.
Von
Antonie Rietzschelmehr...
Über den Triumph von Hannelore Kraft sind sich die Medien einig. Mit ihrem Kuschelkurs könnte es die SPD-Frau manchen Kommentatoren zufolge auch bald mit der Kanzlerin aufnehmen. Als tragische Figur kürt die Presse hingegen einstimmig CDU-Spitzenmann Norbert Röttgen - der die Wahl völlig "verkorkst" hat.
Von
Carolin Gasteigermehr...
Die Wahl in NRW war vorbei - nun erreichten deren Folgen die Hauptstadt: In Berlin berieten die Parteigremien, Wahlsieger und Wahlverlierer traten vor die Presse: Kanzlerin Merkel nahm ihren Minister Röttgen in Schutz, nannte als Ursache für die Schlappe die SPD-Kandidatin Kraft. Diese ließ sich von ihrer Partei kräftig feiern.
Der SZ-Liveblog in der Nachlese. Von
Thorsten Denkler, Berlin, und Oliver Das Guptamehr...
Bloß keine Kieler Verhältnisse: Mit Appellen an die Wähler versuchen die Parteien in Nordrhein-Westfalen, wenige Stunden vor der Landtagswahl Unentschlossene zu mobilisieren. Rot-Grün will ein knappes Ergebnis wie in Schleswig-Holstein verhindern, die CDU unbedingt über der 30-Prozent-Marke bleiben. Eitel Sonnenschein herrscht nur bei der FDP.
Von
Michael König, Düsseldorfmehr...
Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen: Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis der NRW-CDU gehen mehrere Unionspolitiker mit Norbert Röttgen hart ins Gericht. Von einem Desaster mit Ansage spricht CSU-Chef Horst Seehofer - und stellt nun auch Röttgens Entscheidungskraft als Umweltminister bei der Energiewende in Frage. Sondierungsgespräche gibt es auch bei den übrigen Parteien.
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Am Sonntag will Staatspräsident Karolos Papoulias ein letztes Mal versuchen, mit den Parteiführern der Konservativen, der Sozialisten und der radikalen Linken eine mehrheitsfähige Regierung zustande zu bringen. Scheitert er, sind Neuwahlen unvermeidlich. Davon könnten vor allem die Linksradikalen profitieren. Umfragen sehen die Partei unter der Führung von Alexis Tsipras bereits als stärkste Kraft aus dem zähen Ringen um eine Regierung hervorgehen.
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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat es nach zwei Jahren Minderheitsregierung nicht nur geschafft, das Phänomen der Linkspartei fast vollständig zu beerdigen. Es scheint auch gewiss, dass sie sich nach der Landtagswahl ihren Koalitionspartner aussuchen kann. CDU-Herausforderer Norbert Röttgen kämpft nicht mehr um das Amt des Regierungschefs. Er kämpft mit sich und seiner Zukunft.
Von
Bernd Dörries, Düsseldorfmehr...
Kanzlerin Merkel hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen nach dem Wahldesaster der CDU in Nordrhein-Westfalen entlassen. Sein Nachfolger wird der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier.
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Live
Und raus bist du: In einem kurzen Statement kündigt Kanzlerin Merkel die Entlassung von Umweltminister Norbert Röttgen an - und zieht die Konsequenz aus dem Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen. Röttgens Nachfolger, Peter Altmaier, wünscht ihm alles Gute "für die berufliche Zukunft". Die Opposition sieht die Koalition am Ende.
Die Entwicklung im Liveblog. Von
Thorsten Denkler, Berlin, und Michael Königmehr...
In ihren Reden sind sie höflich - noch. Hinter den Kulissen tobt zwischen US-Präsident Obama und seinem Herausforderer Romney inzwischen ein erbitterter Kampf um die Wählergunst. Jeder Schritt wird akribisch geplant, frühe Fehler können den Sieg gefährden, es gibt viele Unwägbarkeiten. Beobachter sind sich einig: Der Wahlkampf wird schmutzig.
Ein Ausblick von
Matthias Kolb, Washingtonmehr...
Was ist wirklich vorgefallen zwischen Merkel und Röttgen? Darüber kursieren in Berlin mehrere Geschichten. Sie reichen von einem Kandidaten mit "partiellem Realitätsverlust" bis hin zu einer eiskalten Kanzlerin, die um ihren eigenen Kopf fürchtet. Der Fall Röttgen ist ein gutes Beispiel für den Kampf um die Deutungshoheit in der Politik.
Von
Michael Bauchmüller, Nico Fried und Robert Roßmann, Berlinmehr...
"Eurodämmerung" und "Grexit": Immer mehr Zentralbanker, Ökonomen und Politiker reden offen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro. Ist das nur eine Drohgebärde für den griechischen Wähler oder steht das Land vor einer gigantischen Abwärtsspirale? Die SZ hat sich unter Europaparlamentariern umgehört.
Von
Kathrin Haimerl, Brüssel und Jannis Brühlmehr...
Norbert Röttgen führt die NRW-CDU in ihre größte Niederlage und tritt als Landeschef zurück. Die SPD gewinnt die Neuwahl und kann komfortabel mit den Grünen eine Koalition bilden. FDP und Piraten schaffen den Sprung in den Landtag, die Linke fliegt raus.
Der NRW-Wahlabend in der Ticker-Nachlese. Von
Michael König aus Düsseldorf, Thorsten Denkler aus Berlin, Bastian Brinkmann und Oliver Das Guptamehr...
Offiziell befindet sich die Bayern-SPD zwar noch nicht im Wahlkampf, doch die Genossen haben nun schon die Ude-Kampagne festgezurrt. Der ehemalige Gerhard-Schröder-Berater Kajo Wasserhövel wird Wahlkampfleiter und die Partei stellt zwei Millionen Euro Etat bereit.
Von
Frank Müllermehr...
Sie ist die klare Gewinnerin: Die Leute mögen sie eben, diese Hannelore Kraft. Kann sie da nicht auch Kanzlerin? Kraft will nicht nach Berlin, aber ihr Wahlkampf könnte für die Bundestagswahl zum Modell werden.
Von
Ralf Wiegand, Düsseldorfmehr...
Meinung
Rot-Grün glänzt wieder und die CDU verliert ihren Glanz: Bundespolitisch ist der Absturz der Christdemokraten bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen noch bedeutsamer als der rot-grüne Sieg. Wieder hat sich ein möglicher Nachfolger Merkels selbst aus dem Weg geräumt. Doch Röttgens Niederlage in Düsseldorf ist auch für die Kanzlerin gefährlich.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
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